Caroline Kapp
Caroline Anne Kapp (* 1988 in Mainz) ist eine deutsche Theaterregisseurin.[1]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kapp studierte Kulturwissenschaften und leitete anschließend drei Jahre ein soziokulturelles Projekt in Berlin.[2] Im Jahr 2014 absolvierte sie erste Assistenzen am Theater Bremen und kuratierte dort 2018 das Festival NEW GREEK WAVE für zeitgenössisches griechisches Theater.[2] 2021 hatte sie die künstlerische Produktionsleitung der Wiesbaden Biennale inne[3] und erlangte größere Aufmerksamkeit, als ihre an der Otto-Falckenberg-Schule München entstandene Inszenierung Messy History Lessons beim Körber Studio Junge Regie ausgezeichnet wurde.[2][4] Von 2017 bis 2019 war sie Stipendiatin der Richard Stury Stiftung.[5]
Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2024 brachte Kapp am Theater Bremen Don Quixote nach Kathy Acker und Miguel de Cervantes heraus; die taz beschrieb die Aufführung als „fragmentarisches Theater der Liebestheorie“ und diskutierte die Publikumsadressierung als zentralen Zugriff.[1][6] Im selben Jahr inszenierte sie am Schauspielhaus Bochum Selma Kay Matters Grelle Tage; die Ruhr Nachrichten hoben die klima- und körperpolitischen Motive des Abends hervor.[7] Theater der Zeit verortete die Inszenierung ästhetisch zwischen surrealer Fabel und Gegenwartsbezügen.[8] 2025 inszenierte sie am Nationaltheater Mannheim die Uraufführung von Apropos Schmerz von Leo Lorena Wyss.[9] 2026 folgte am Theater Bremen Kapps Bühnenfassung von Thomas Manns Mario und der Zauberer; die taz sah nach atmosphärisch dichtem Beginn vor allem die Publikumsanimation als Schwäche und sprach von einem Abrutschen ins Mitmachtheater.[1]
Ehrungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Für Messy History Lessons erhielt sie 2021 den Preis des Körber Studio Junge Regie (Jahrgang 2020).[2][4]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c Thomas-Mann-Novelle im Theater Bremen: Demonstration der Ohnmacht. In: taz.de. 19. Januar 2026, abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ a b c d Körber Studio Junge Regie 20/21 geht mit zwei Preisen zu Ende. In: Körber-Stiftung. 6. Juni 2021, abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Caroline Kapp – Künstler*innen – Schauspielhaus Bochum. Abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ a b «Körber Studio Junge Regie»: Otto Falckenberg Schule gewinnt. In: WELT. 7. Juni 2021, abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Nationaltheater Mannheim: Caroline Anne Kapp | Nationaltheater Mannheim. Abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Im Kampf mit den Wortmühlen. In: taz.de. 26. März 2024, abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Ein wilder Zwischenruf zur Klimakrise: Premiere „Grelle Tage“ in Bochumer Kammerspielen. In: Ruhr Nachrichten. 22. September 2024, abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Schauspielhaus Bochum: Sanft zerfledderte Welt. In: Theater der Zeit. 23. September 2024, abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Verena Großkreutz: Apropos Schmerz (Denken Sie an etwas Schönes) – Nationaltheater Mannheim – Caroline Anne Kapp bringt Leo Lorena Wyss' Stück zur Uraufführung. 11. Januar 2025, abgerufen am 20. Januar 2026 (deutsch).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kapp, Caroline |
| ALTERNATIVNAMEN | Kapp, Caroline Anne (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Theaterregisseurin |
| GEBURTSDATUM | 1988 |
| GEBURTSORT | Mainz |