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Heinz Vetter

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Heinz Vetter (* 24. Dezember 1924 in Mothalen/Ostpreußen; † 14. Januar 2015)[1] war ein deutscher Agrarwissenschaftler.[2]

Leben und Wirken

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Nach seiner Reifeprüfung am Gymnasium in Riesenburg 1943 war Heinz Vetter bis 1945 Soldat im Zweiten Weltkrieg. Nach einer landwirtschaftlichen Lehre studierte er von 1947 bis 1950 Agrarwissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und legte 1950 das Diplomexamen ab. 1952 promovierte er zum Dr. agr. Bis 1961 war er als wissenschaftlicher Assistent für Pflanzen- und Ackerbau tätig und habilitierte sich im Jahre 1958 an dieser Universität. Bis 1964 lehrte er als Privatdozent und von 1964 bis 1967 als Wissenschaftlicher Rat und Professor. Von 1968 bis 1972 hatte er einen Lehrauftrag an der Universität Kiel inne. Seine berufliche Tätigkeit führte ihn von 1967 bis 1989 an die Landwirtschaftskammer Weser-Ems in Oldenburg, dort war er als Landwirtschaftsoberrat tätig. Von 1977 bis 1988 amtierte Vetter als Präsident des Verbands Deutscher Landwirtschaftlicher Untersuchungs- und Forschungsanstalten. In seinen Veröffentlichungen beschäftigte sich Vetter vor allem mit dem Pflanzen- und Ackerbau und der Düngung. 2007 gab er einen Band mit Lebenserinnerungen heraus.

Im Jahre 1988 wurde Heinz Vetter mit dem Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Er erhielt auch die Sprengel-Liebig-Medaille in Gold und die Thaer-Thünen-Medaille (1990). Er war Mitglied der Königlich Schwedischen Akademie für Forst- und Landwirtschaft.[1]

Veröffentlichungen (Auswahl)

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  • (mit Johannes Köhnlein): Ernsterückstände und Wurzelbild. Menge und Nährstoffgehalt der auf dem Acker verbleibenden Reste der wichtigsten Kulturpflanzen. Parey, Hamburg 1953.
  • Eine Untersuchung über die verschiedenen Möglichkeiten der Strohverwertung und deren Beitrag zur Humusversorgung (= Landwirtschaft – angewandte Wissenschaft, Bd. 87). Landwirtschaftsverlag, Hiltrup b. Münster 1958 (= Habilitationsschrift Universität Tübingen).
  • (mit E. Paris): Leistungsfähige Fruchtfolgen trotz Rationalisierung? (= Boden und Pflanze, Bd. 13). Ruhr-Stickstoff AG, Bochum 1967.
  • Umwelt und Nahrungsqualität. Belasten die Bauern die Umwelt? Vergiften sie unsere Nahrung? Heyne, München 1980, ISBN 3-453-41360-1.
  • (mit Wolfgang Kampe u. Klaus Ranfft): Qualität pflanzlicher Nahrungsmittel. Ergebnisse dreijähriger Vergleichsuntersuchungen an Gemüse, Obst und Brot des modernen und alternativen Warenangebots (= VDLUFA-Schriftenreihe, Bd. 7). VDLUFA, Darmstadt 1983, ISBN 3-922712-06-1.
  • (mit Hans-Heinrich Kowalewsk u. Michael Säle): Cadmiumbelastung von Böden und Pflanzen in der Bundesrepublik Deutschland (= VDLUFA-Schriftenreihe, Bd. 9). VDLUFA, Darmstadt 1983, ISBN 3-922712-08-8.
  • (mit Günter Steffens): Wirtschaftseigene Düngung. Umweltschonend, bodenpflegend, wirtschaftlich. DLG-Verlag, Frankfurt/M. 1986, ISBN 3-7690-0404-3.
  • (mit Albert Klasink u. Günter Steffens): Mist- und Gülledüngung nach Maß (= VDLUFA-Schriftenreihe, Bd. 19). VDLUFA, Darmstadt 1989, ISBN 3-922712-23-1.
  • Mit Staunen und Dank. Erinnerungen 1924–2004 (= Sammlung der Zeitzeugen, Bd. 56). Zeitgut-Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-86614-109-4.

Einzelnachweise

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  1. a b Heinz Vetter †. In: Kürschners Deutscher Gelehrten-Kalender Online. degruyter.com, abgerufen am 13. Januar 2026 (Begründet von Joseph Kürschner, ständig aktualisierte zugangsbeschränkte Onlineausgabe).
  2. Heinz Vetter. In: Kieler Gelehrtenverzeichnis (mit allen biografischen Daten, abgerufen am 10. Januar 2026).