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José Valencia Amores

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
José Valencia Amores (2019)

José Samuel Valencia Amores (* 18. Februar 1961) ist ein ecuadorianischer Diplomat, der von 2018 bis 2020 Außenminister war.

José Samuel Valencia Amores trat im Dezember 1982 als Beamter in der Direktion für Wirtschaftsförderung ins Außenministerium und wechselte Ende 1986 in die Direktion für Nationale Souveränität und Protokoll. Anschließend erwarb er 1987 ein Diplom im Fach Internationale Studien an der Diplomatischen Schule des Außenministeriums von Spanien und war daraufhin zwischen September 1987 und Juni 1988 abwechselnd Leiter der Büros des Staatssekretärs und des Generalsekretärs im Außenministerium. Er absolvierte in dieser Zeit ferner ein Studium der Rechtswissenschaften an der Päpstlichen Katholischen Universität von Ecuador in Quito und schloss dort im Juni 1988 seine Promotion zum Doktor der Rechte ab. Daraufhin erfolgte sein erster Auslandseinsatz, den er von 1988 bis 1993 als Mitarbeiter der Ständigen Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York City absolvierte. Er nahm dort an Sitzungen des UN-Sicherheitsrates und der Generalversammlung der Vereinten Nationen teil.

1994 verließ José Valencia das Außenministerium und kehrte im Februar 1995 als Direktor der Abteilung für die Vereinten Nationen zurück, wo er neun Monate tätig war. Anschließend verließ er das Ministerium für ein weiteres Jahr und schloss 1995 ein Studium der Politikwissenschaft an der Columbia University mit einem Master ab. 1997 kehrte er zurück und bekleidete in den folgenden sieben Jahren verschiedene Positionen im Inland, darunter die des Stabschefs des Außenministers, sowie im Ausland als stellvertretender Delegierter Ecuadors bei der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) in Genf. Im Dezember 2007 trat er während der Amtszeit von Präsident Rafael Correa[1] wieder in Erscheinung. Er wurde unter María Isabel Salvador,[2] der Nachfolgerin von María Fernanda Espinosa[3] nach deren erster Amtszeit, zum Vize-Außenminister ernannt. Nach elf Monaten in dieser Position wurde er im November 2008 zum Koordinator des Präsidialamtes und zum Leiter des Pro-Tempore-Sekretariats der Andengemeinschaft ernannt.

Im Januar 2010 wurde Valencia Amores Ecuadors erster Botschafter in Südafrika und übernahm als solcher 2012 zusätzlich die Position als Botschafter in Namibia und 2014 als Botschafter in Mosambik. Er war ferner als Botschafter in weiteren Ländern des südlichen Afrikas akkreditiert und beendete diese diplomatischen Ämter im Februar 2017. Im August 2017 kehrte er ins Außenministerium zurück und arbeitete im Beraterstab von Außenministerium María Fernanda Espinosa, ehe er im Dezember 2017 von Präsident Lenín Moreno[4] Vertreter bei der Organisation Amerikanischer Staaten OAS entsandt. Am 13. Juni 2018 löste er schließlich María Fernanda Espinosa ab und bekleidete in der Regierung von Präsident Lenín Moreno bis zum 9. Juli 2020 selbst den Posten des Außenministers, woraufhin Luis Gallegos[5] seine Nachfolge antrat.[6][7][8] Während seiner Amtszeit als Außenminister kam es 2019 zum indigenen Strukturanpassungsprotest, eine Serie von landesweiten Protesten in Ecuador, welche vom 2. Oktober 2019 bis zum 13. Oktober 2019 nach der Verkündigung des Dekrets Nr. 883 zur Wirtschaftspolitik der Regierung Lenín Moreno stattfanden, und in deren Verlauf er Gespräche mit ausländischen Vertretern wie der kanadischen Botschafterin in Ecuador, Sylvie Bédard, führte.

Commons: José Valencia Amores – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. Rafael Correa. Biografías y Vidas, abgerufen am 20. Januar 2026 (spanisch).
  2. Salvador (Crespo), María Isabel. rulers.org, abgerufen am 20. Januar 2026 (englisch).
  3. Espinosa (Garces), María Fernanda. rulers.org, abgerufen am 20. Januar 2026 (englisch).
  4. Moreno (Garcés), Lenín (Boltaire). rulers.org, abgerufen am 20. Januar 2026 (englisch).
  5. Gallegos (Chiriboga), Luis (Benigno). rulers.org, abgerufen am 20. Januar 2026 (englisch).
  6. Ecuador: Foreign Ministers. rulers.org, abgerufen am 20. Januar 2026 (englisch).
  7. Ecuador: 8 June 2018. rulers.org, abgerufen am 20. Januar 2026 (englisch).
  8. Ecuador: 7 July 2020. rulers.org, abgerufen am 20. Januar 2026 (englisch).