Marie Bertuch
Marie Bertuch, geboren Marie Sommerhoff (* 16. April 1851 in Hanau; † 10. Januar 1932 in Kronberg am Taunus) war eine deutsche Künstlerin, die sich am französischen Impressionismus orientierte.[1]
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Marie Bertuch erhielt ihre erste künstlerische Ausbildung an der Königlichen Zeichenakademie in Hanau, wo sie von Friedrich Karl Haußmann unterrichtet wurde. Anschließend zog sie gemeinsam mit ihrer Mutter, Elisabeth Luise Sommerhoff, nach Zürich. Im Jahr 1872 heiratete sie den Kaufmann August Bertuch. Spätestens ab 1875 setzte sie ihre Ausbildung in Zürich fort und arbeitete im Atelier von Eduard Pfyffer. In dieser Zeit kam es zu ersten Kontakten mit der Malerin Ottilie W. Roederstein, mit der sie sich zwischen 1876 und 1879 anfreundete.
In den folgenden Jahren hielt sich Bertuch für längere Zeit in New York auf, wo Teile ihrer Familie lebten. Dort studierte sie gegen Ende der 1870er-Jahre an der Art Students League. Ab den 1880er-Jahren erweiterte sie ihre Ausbildung in Paris, unter anderem im Damenatelier von Carolus Duran und Jean-Jacques Henner sowie bei Raphaël Collin, was ihren Malstil prägte. In Paris traf Marie Bertuch zudem Ottilie W. Roederstein wieder.
Seit 1890 wohnte Bertuch mit ihrem Ehemann in Frankfurt am Main. In 1891/1892 gründete sie gemeinsam mit Ottilie W. Roederstein ein privates Damenatelier für Malerei, das in der Hochstraße 40 lag und sich der Ausbildung einer neuen Generation von Künstlerinnen widmete. Zu ihren Schülerinnen zählten unter anderem Pauline Kowarzik, Else von Guaita, Emma Kopp und Frieda Blanca von Joeden. Später führte Bertuch ein eigenes Atelier.
Sie verbrachte regelmäßige Sommeraufenthalte in der Künstlerkolonie Fontenay-aux-Roses bei Paris. Ab etwa 1915 lebte sie gemeinsam mit ihrem Ehemann in Kronberg im Taunus, wo sie ihr restliches Leben verbrachte.[4][5]
Ausstellungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 2024: „Städel | Frauen. Künstlerinnen zwischen Frankfurt und Paris um 1900“, Städel Museum Frankfurt[6].
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bertuch, Marie. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 10, Saur, München u. a. 1994, ISBN 3-598-22750-7, S. 163 f.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Marie Bertuch. In: Deutsche Digitale Bibliothek. Abgerufen am 20. Januar 2025.
- ↑ Sammlung | Im Mütterspital. Abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Frau, im Garten einen Brief lesend. Abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Marie Bertuch. Abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Bertuch, Marie. Abgerufen am 20. Januar 2026.
- ↑ Städel | Frauen. Abgerufen am 20. Januar 2026.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bertuch, Marie |
| ALTERNATIVNAMEN | Sommerhoff, Marie (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Künstlerin |
| GEBURTSDATUM | 16. April 1851 |
| GEBURTSORT | Hanau |
| STERBEDATUM | 10. Januar 1932 |
| STERBEORT | Kronberg am Taunus |