Paradebett


Die Bezeichnung Paradebett wird meistens für das zeremonielle Empfangsbett eines absolutistischen Herrschers, zuweilen auch für ein prunkvolles Aufbahrungsgerüst verwendet.
Höfisches Paradebett
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den Residenzen Ludwigs XIV., Maria Theresias und anderer Herrscher der Barockzeit gab es Paradebetten, die dem Zeremoniell des Lever und Coucher dienten oder rein symbolisch-repräsentative Bedeutung hatten.
Paradebett als Katafalk
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Zusammenhang von Begräbnisfeierlichkeiten ist ein Paradebett „ein mit schwarzem Stoff behängtes und sonst ausgeschmücktes Gerüst, auf dem die Leiche hochgestellter Personen öffentlich zur Schau ausgestellt wird“.[1]
Paradebett in Bauernstuben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In vielen osteuropäischen deutschen Bauernstuben gab es zu Repräsentationszwecken so genannte Paradezimmer mit Paradebetten. Bekannt z. B. im Banat, Siebenbürgen, der Dobrudscha oder Bessarabien. Ein Paradebett war kein Schlafplatz, sondern ein Ausstellungsstück, das Reichtum und Prestige symbolisierte.[2]
Galerie
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„Kronprinz Ernst August am Paradebett seines Vaters / König Georg V.“;
1878 in Windsor, Lithographie im Verlag von Bernhard Lenzesky, Hannover -
Kaiser Friedrich auf dem Paradebett, Die Gartenlaube (1888)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 15. Leipzig 1908, S. 415
- ↑ Paul Traeger: Die Deutschen in der Dobrudscha. Hrsg.: Heinz-Jürgen Oertel. BoD, ISBN 3-7357-9155-7, S. 146.