Probes in Space
| Film | |
| Titel | Probes in Space |
|---|---|
| Produktionsland | USA |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 1975 |
| Länge | 23 Minuten |
| Stab | |
| Regie | George Casey |
| Drehbuch | George Casey |
| Produktion | George Casey |
| Musik | Paul Novros |
| Kamera | James Connor |
| Besetzung | |
| |
Probes in Space (deutsch: Raumsonden) ist ein US-amerikanischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 1975, der für einen Oscar nominiert war.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film zeigt die Planeten Mars, Venus, Merkur und Jupiter, wie sie von den US-amerikanischen und sowjetischen Raumsonden bis Mitte der 1970er Jahre übermittelt wurden und darauf aufbauende Sequenzen. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass das Publikum besonders für Mars und Merkur den Eindruck bekommt, selbst auf oder nahe an dem jeweiligen Planeten zu sein.
Produktion und Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Probes in Space ist ein 23 Minuten langer Auftragsfilm, den Graphic Films für das Reuben H. Fleet Space Theater, einem Kino des Fleet Science Center im Balboa Park in San Diego drehte. Aus Budgetgründen war der Film als 70-mm-Film gedreht. Die Leinwand des Kinos, für das der Film konzipiert war, war jedoch nicht für dieses Format konzipiert, sodass der Film die Leinwand nicht annähernd füllen konnte.
Für die Darstellung der Planeten und der Sonden konnte Regisseur George Casey auf Modelle aus früheren Filmen zurückgreifen. Er hatte auch Zugriff auf Sondenmodelle der NASA. Trotzdem wurden genauere Modelle, besonders der Planeten benötigt, für deren Herstellung Colin Cantwell, Don Moore, Dietrich Friesen und Marion Connor verpflichtet wurden.
Zudem wurden Sequenzen des Films auf den Planeten Bilder auf der Erde aufgenommen und bearbeitet. So wurden für den Mars Aufnahmen im Death Valley sowie ein Sturm in Yuma gedreht, die später farblich an den Mars angepasst wurden. Für den Merkur wurde ein altes Lavafeld in der Mojave-Wüste ausgewählt. Für die Darstellung von Wolken auf Venus und Jupiter wurden Luftaufnahmen von Wolken, aber auch Stop-Motion-Aufnahmen vom Boden verwendet, zudem große Wolkenmodelle aus Baumwolle und Polyester. Zusätzlich wurde im Jet Propulsion Laboratory in Pasadena gedreht. Als während der Postproduktion der Mauna Loa ausbrach, wollte man auch davon Bilder in den Film einbauen. Das Aufnahmeteam erreichte aber nicht rechtzeitig den Vulkan, bevor der Ausbruch vorbei war.[1.1]
Probes in Space wurde im Juli 1975 im Reuben H. Fleet Space Theater in einer Doppelaufführung mit dem Film Viva Baja uraufgeführt. Dazu wurde berichtet, dass sich der Film an Aufnahmen der Mariner-, Pioneer- und Viking-Sonden halte.[2] Allerdings fehlen in dieser Aufzählung sowjetische Sonden, und die beiden Vikingsonden starteten erst nach der Uraufführung des Films.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Regisseur und Produzent George Casey schrieb, dass er sowohl über die Reaktion des Publikums als auch über die der Kritiker erfreut war.[1.2]
1976 war der Film für einen Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm (Kurzfilm) nominiert. Der Oscar ging an den Film The End of the Game.[3]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- American Cinematographer Magazine October 1975. Probes in Space a Documentary.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Probes in Space bei IMDb
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ George V. Casey: The Filming of “Probes in Space”. In: American Cinematographer. Oktober 1975, S. 1140–1145 (englisch, Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 14. Januar 2026]).
- ↑ How the Space Theatre Takes Those Out-Of-World Pictures. In: Lemon Grove Review. 3. Juli 1975, S. 6 (englisch, Textarchiv – Internet Archive [abgerufen am 14. Januar 2026]).
- ↑ The 48th Academy Awards | 1976. In: oscars.org. Abgerufen am 14. Januar 2026 (englisch).