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Ralph Towner

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Ralph Towner bei einem Konzert mit Paolo Fresu, Treibhaus, Innsbruck 2010

Ralph Towner (* 1. März 1940 in Chehalis, Washington; † 18. Januar 2026 in Rom, Italien[1]) war ein US-amerikanischer Jazzgitarrist.

Leben und Wirken

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Towner, dessen Mutter Klavierlehrerin und dessen Vater Trompeter war,[2] absolvierte eine klassische Trompetenausbildung und erlernte daneben autodidaktisch das Klavierspiel. Er absolvierte ab 1958 ein Kompositionsstudium an der University of Oregon. 1963 wechselte er für ein Studium des klassischen Gitarrenspiels zu Karl Scheit nach Wien.[3] Es schloss sich ein Studium bei Homer Keller an der University of Oregon an; 1967 folgte ein weiteres Studienjahr bei Scheit.

1968 zog Towner als Gitarrist und Pianist nach New York City, wo er 1970 Mitglied des Paul Winter Consort wurde. 1971 gründete er mit Glen Moore, Collin Walcott und Paul McCandless die Band Oregon, die „eine nie vorher so organisch aufgetretene Mischung aus Jazz, klassischer Musik und Folk-Musik unterschiedlicher Herkunft“ schuf.[1] Mit Oregon wurden er und seine Musik berühmt. Towner veröffentlichte mit Oregon bis 2021 einunddreißig Alben.

Daneben verfolgte er eine Solokarriere. Zudem arbeitete er auch mit Musikern wie Keith Jarrett, Joe Zawinul und Wayne Shorter (Weather Report), Egberto Gismonti, Gary Burton, John Abercrombie, Gary Peacock, Jack DeJohnette, Jan Hammer, Eddie Gomez, Elvin Jones, Freddie Hubbard, dem Trio Azimuth, mit Maria Pia De Vito (Verso, 2000) und 2009 im Duo mit Paolo Fresu (auf dem Enjoy Jazz-Festival).

Towner trat weltweit auf, in Nord- und Südamerika, Asien, ganz Europa, Australien und Neuseeland. Seit den 1990er Jahren lebte er in Italien, zunächst in Palermo, später in Rom; 1994 heiratete er die Schauspielerin und Dramatikerin Mariella Lo Sardo.[2]

Towner pflegte auf der Gitarre ein enges Wechselspiel aus Melodielinien und Akkorden, aus Jazz- und klassischen Techniken. Seine Akkordverbindungen auf der Gitarre folgten dabei nicht der klassischen Harmonielehre, sondern waren bestimmt durch seine Kenntnisse des Einsatzes von geschlossenen und offenen Stimmen,[2] die eigene Intuition und sein untrügliches Gespür für den perfekten Klang aus dem Moment heraus, der dann auch seine melodischen Wegmarken kennzeichnete.[4] Zudem komponierte er Orchesterwerke, die u. a. vom Stuttgarter Opernorchester, dem Indianapolis Symphony Orchestra und dem Freiburger Festivalorchester aufgeführt wurden, eine Solosuite für Gitarre sowie Kammermusik und Filmmusiken und verfasste ein Buch über Spieltechnik und Improvisation auf der klassischen Gitarre.

  • Improvisation and Performance Techniques for Classical and Acoustic Guitar. 21st Century Music, Wayne 1985
  • Solo Guitar Works, vol. 1 (2002), ISBN 0-9717278-0-5
  • Solo Guitar Works, vol. 2 (2006), ISBN 0-9717278-1-3

Diskographie (Auswahl)

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Commons: Ralph Towner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. a b Roland Spiegel: Der Jazz-Erzähler mit dem klassischen Klang. In: br-klassik.de. 18. Januar 2026, abgerufen am 19. Januar 2026.
  2. a b c Michael Rüsenberg: Ralph Towner 1940–2026. In: jazzcity.de. 19. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026.
  3. Gregor Dotzauer: Mit den Saiten singen: Zum Tod des Gitarristen Ralph Towner. In: Tagesspiegel. 19. Januar 2026, abgerufen am 19. Januar 2026.
  4. Martin Laurentius: RIP: Ralph Towner. In: Jazz thing. 20. Januar 2026, abgerufen am 21. Januar 2026.