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Neukonzeption der Zahnradbahn



Die Pilatus-Zahnradbahn wird in den kommenden Jahren neu konzeptioniert. Hautps�chlich geht es um den Ersatz des Rollmaterials. Gleichzeitig erfolgt eine Anpassung des Betriebskonzepts, was Umbauten an den Stationen, insbesondere an der Talstation, n�tig macht.
Baubeginn ist im Herbst 2020. Das erste Fahrzeug wird bereits in der Saison 2021 im Einsatz stehen. Auf die Saison 2023 wird der Betrieb umgestellt und das bestehende Rollmaterial definitiv ersetzt.

Projekt�bersicht

Neues Rollmaterial
Die zehn Personentriebwagen, die heute im Einsatz stehen, wurden entweder 1937 beschafft (PB Bhe 1/2 Nr. 21-28) oder kamen sp�ter mit nachzu gleichem technischen Aufbau hinzu (PB Bhe 1/2 Nr. 29 und 30). Nach �ber achtzig Jahren im Einsatz, sollen diese Triebwagen durch acht neue Fahrzeuge ersetzt werden.
TW 41
Der neue Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 anl�sslich einer Testfahrt
Die neuen Triebwagen k�nnen im Gegensatz zum heutigen Rollmaterial zusammengekoppelt werden und verkehren in Doppeltraktion. Ausserdem besitzen die Wagen neu auf beiden Seiten T�ren und ein einzelner Wagen verf�gt �ber sechs Abteile f�r je acht Fahrg�ste. Die bisherigen Triebwagen haben f�nf Abteile. Das sechste Abteil des neuen Rollmaterials ergibt sich durch den Wegfall der F�hrerst�nde. Die Wagenf�hrer sitzen in Zukunft mit sechs Fahrg�sten im jeweils vordersten Abteil. Somit bieten die neuen Fahrzeuge in Doppeltraktion 94 Sitzpl�tze.
Das unterste Abteil wird zudem so ausgelegt, dass der ebenerdige Einstieg m�glich und Platz f�r Rollstuhlfahrer vorhanden ist. Neben den bis zum Boden reichenden Fenster an den Seitenw�nden wird auch ein Grossteil des Dachs verglast sein. Damit d�rfte sich den Passagieren in Zukunft eine noch spektakul�rere Aussicht bieten.
Die neuen Fahrzeuge verkehren mit bis zu 15 km/h bergw�rts (heute 12 km/h) und mit 9-12 km/h talw�rts (heute max. 9km/h). Damit wird ein 30-Minuten-Takt erm�glicht (heute 40 Minuten).
Neben den acht Personenwagen, wird auch ein neues G�terfahrzeug beschafft. Dank dem Einsatz von Kameras kann auf den Begleiter verzichtet werden. Alle neuen Fahrzeuge verf�gen �ber umfangreiche �berwachungssysteme, die zum Beispiel eine Auffahrkollision verhindern sollen.

Neuer Betriebsablauf
Durch die h�heren Fahrgeschwindigkeiten wird neu ein 30-Minuten-Takt umgesetzt. Statt wie bisher mit max. 5-6 Fahrzeugen je Fahrtrichtung wird man zuk�nftig mit je zwei Doppeltraktionen pro Richtung verkehren. Damit wird die "alte Station" auf Pilatus Kulm nicht mehr f�r den Fahrgastbetrieb verwendet, sondern nur noch f�r den G�terumschlag. In der Talstation wird der Einstieg der Fahrg�ste neu auf beiden Gleisen m�glich sein, aufgrund der beidseitigen Anordnung der T�ren.
Grafischer Fahrplan
Diese �bersicht zeigt den aktuellen graphischen Fahrplan und die geplante Umsetzung des Halbstundentakts mit der Neukonzeption

Der Betrieb wird �ber ein neu entwickeltes "Fahrdienstleiterassistenzsystem" zentral von Alpnachstad aus gesteuert und �berwacht. Die heutige "Fahrt auf Sicht" wird von einer F�hrerstandsignalisation abgel�st. Das Zugsischerungssystem �berwacht die zul�ssige H�chstgeschwindigkeit, die korrekte Stellung der Gleiswender und Schiebeb�hnen und den Abstand zu anderen Fahrzeugen. Mit der Einf�hrung d�rfte die Pilatusbahn zuk�nftig mit dem umfangsreichsten Zugsicherungssystem aller Zahnradbahnen unterwegs sein.

Umbau der Stationen
In der Talstation wird am heutigen Abstellgleis ein neues Perron gebaut. Damit kann der Fahrgastwechsel bei beiden Doppeltraktionen gleichzeitig erfolgen. Die Schiebeb�hne in der Talstation wird ausgebaut. Auch die Schiebeb�hne Obsee wird entfernt und durch zwei Gleiswender, wie sie heute bereits auf Pilatus Kulm in Einsatz sind, ersetzt. Ein neuer Kran erm�glicht das Beladen des G�terfahrzeuges, ohne das "in die Grube fahren" wie es bisher praktiziert wird.
In der Mittelstation gibt es neue Aussenperron, die erst dank den beidseitigen T�ren m�glich werden.
Bei der Bergstation werden wie bisher die Gleise 3 und 4 f�r die beiden Doppeltraktionen verwendet. Ein neuer Aufzug bringt Rollstuhlfahrer aus dem untersten Abteil auf die H�he des Stationsausgangs. �ber eine Passerelle gelangen sie ebenerdig und hindernisfrei vom Fahrzeug in die Bergstation und umgekehrt.
Gleisplan vorher/nachher
Diese �bersicht zeigt, wie sich die Situation in Alpnachstad mit den drei neuen Gleiswender ver�ndert.

Verbleib der historischen Fahrzeuge
Die bestehenden Fahrzeuge aus dem Jahr 1937 k�nnen mit dem Halbstundentakt nicht mithalten und verschwinden deshalb aus dem Regelbetrieb. Voraussichtlich werden zwei Triebwagen einsatzf�hig bleiben und f�r Sonderfahrten eingesetzt. Zwei weitere dienen als "Ersatzteilspender". Die restlichen Fahrzeuge werden abgebrochen, sofern nicht eine anderweitige Verwendung gefunden wird (z.B. als Ausstellungsst�ck in einem Museum).

Tagebuch
2023

Mittwoch, 15. November 2023: Vorzeitiges Saisonende und durchzogene Bilanz
Heute wurde das Saisonende der Pilatusbahn bekannt gegeben. Dies nachdem die Zahnradbahn bereits an den vergangenen zwei Wochenenden ihren Betrieb einstellen musste und seit Freitag, 10. November 2023, nicht wieder aufnehmen konnte. Das Wetter, aber auch technische Probleme mit den Triebfahrzeugen, machten der Bahn in letzter Zeit zu schaffen.
Der Saisonabschluss w�re f�r den kommenden Sonntag, 19. November 2023, geplant gewesen. Nun bleibt der Pilatus am bevorstehenden "Christchindlim�rt" von Freitag bis Sonntag nur mit der Seilbahn zug�nglich.
Mein pers�nliches Fazit dieser ersten Saison nach der Neukonzeption f�llt angesichts der vergangenen Wochen und Monate durchzogen aus. Ausschlaggebend daf�r sind vor allem die technischen Probleme der Triebfahrzeuge.
Betriebswirtschaftlich war die Saison 2023 sehr erfolgreich. Die Pilatus-Bahnen AG werden die genauen Zahlen nach dem Jahresabschluss pr�sentieren. Nach meiner Einsch�tzung durften wir wieder mehr G�ste begr�ssen. Ausserdem haben das neue Reservationssystem und die Abl�ufe in den Stationen funktioniert und unsere G�ste grossmehrheitlich zufriedengestellt.
Aus technischer Sicht ist meiner pers�nlichen Meinung nach die Bilanz weniger positiv. Die Stadler Bussnang AG (STAG) preist die neuen Fahrzeuge mit einer Verf�gbarkeit von 98% w�hrend der Betriebszeiten an. Dieser Wert wurde deutlich verfehlt. An unz�hligen Tagen fielen einzelne Fahrzeuge aus, was mit grossen Einschr�nkungen verbunden ist. Die Pilatusbahn verf�gt �ber keine Dispofahrzeuge, weshalb eben eigentlich eine hohe Verf�gbarkeit vom Hersteller verlangt wird.
Dabei prangere ich nicht die selbstverst�ndlichen Kinderkrankheiten an. Es geht vielmehr darum, dass einige Probleme seit l�ngerer Zeit bestehen und die STAG nicht f�hig oder nicht willens ist, diese zu l�sen. Teilweise geht es soweit, dass zur Probleml�sung �ber Anpassungen der Infrastruktur nachgedacht werden muss. Dabei ist f�r mich als Ingenieur klar: Die bestehende Infrastruktur definiert die Anforderungen an die neuen Fahrzeuge und nicht umgekehrt. Insbesondere sollte dies f�r einen Hersteller selbstverst�ndlich sein, der sich "tailormade" (also "massgeschneidert") auf die Fahne schreibt.
Das vorzeitige Saisonende ist zwar schade, jedoch nicht nur auf beeinflussbare Faktoren wie die Fahrzeugtechnik zur�ckzuf�hren. Schon immer war das Wetter in den Bergen ein massgeblicher Faktor und dies wird auch so bleiben. Bei grossen Schneemengen l�sst sich mit dem System Locher ein Betrieb nur mit unverh�ltnism�ssigem R�umungsaufwand aufrecht erhalten. F�r eine rein touristische Bahn l�sst sich dieser nur schwer rechtfertigen. Der Betrieb ist ausserdem nicht auf dem Winter ausgelegt und daher nicht mit baulichen Massnahmen gegen dazugeh�rige Naturgefahren wie Schneerutsche gesichert. Bei entsprechendem Wetter wird der Betrieb folgerichtig eingestellt.
Ich komme dennoch nicht umhin festzustellen, dass die Fahrzeuge Bhe 1/2 mit herbstlichem Wetter besser zurecht kamen. Insbesondere bei vereister Fahrleitung bekunden die neuen Triebfahrzeuge Bhe 2/2 M�he. Dies wurde bereits vor einem Jahr festgestellt und seitens des Herstellers mit einer "Eisbrecherfunktion" Abhilfe versprochen. Damit w�re es ein Beispiel f�r die oben beschriebenen Probleme, die �ber l�ngere Zeit ungel�st bleiben.
Aus technischer Sicht positiv beurteilt werden darf das neue Fahrdienstleiterassistenzsystem (FDL-A). Die Zugbeeinflussung funktioniert nach anf�nglichen Herausforderungen zuverl�ssig. Die Entwicklerin und Herstellerin Actemium LeitTec AG hat gute Arbeit geleistet. Auftretenden Problemen wurde mit Fachwissen und dem n�tigen Engangement entgegengewirkt. So blieben diese eben Kinderkrankheiten und "heilten" als solche rasch.
Zum Schluss noch der menschliche Aspekt. Ich stelle fest, dass die neuen Fahrzeuge akzeptiert werden. Unsere Fahrg�ste sch�tzen die gute Aussicht und �ussern sich mehrheitlich positiv �ber das Erscheinungsbild der Triebwagen. Auch das Personal hat sich an die neuen Fahrzeuge angepasst. F�r G�ste und Personal gilt jedoch: Wer die historischen Fahrzeuge aus eigener Erfahrung kennt, denkt ab und zu mit Wehmut an sie zur�ck. Darin besteht aus meiner Sicht die Chance f�r die zwei verbliebenen Fahrzeuge Bhe 1/2 Nr. 22 und 28. Aus dem Tagebstrieb zur�ckgezogen sind sie nun etwas besonderes. Die Nachfrage ist vorhanden, nun gilt es f�r die Pilatusbahn daraus etwas zu machen. Das ist mein grosser Wunsch - daf�r werde ich mich aber auch aktiv einsetzen!

Freitag, 30. Juni 2023: Positives Fazit nach dem ersten Betriebsmonat
Der erste Betriebsmonat der modernisierten Pilatusbahn wurde von sehr gutem Wetter begleitet. Dies hat f�r �usserst zufriedenstellende Frequenzen gesorgt. Gleichzeitig stellte sich der Fahrplan als stabil heraus und die Anzahl der auftretenden St�rungen blieb im kleinen Rahmen. Der intensive Testbetrieb seit April scheint sich gelohnt zu haben.
Noch etwas ungewohnt ist f�r den einen oder anderen Fahrgast das neue Reservationssystem. Die Reservation f�r einen bestimmten Zug ist kostenpflichtig und nicht obligatorisch. Bei sch�nem Wetter am Wochenende oder w�hrend der Ferienzeit lohnt sich diese Investition. Denn das Reservationssystem ersetzt die bisherigen Platzkarten, die bei grossem Andrang in Alpnachstad verteilt wurden. Der Vorteil liegt darin, dass die Reservation bereits im Voraus gebucht werden kann und damit Planungssicherheit bietet. F�r G�ste ohne Reservation k�nnen hingegen l�ngere Wartezeiten entstehen.
Eine Reservation empfiehlt sich deshalb insbesondere f�r die Bergfahrt �ber die Mittagszeit sowie f�r die Talfahrt am Nachmittag. Bei weniger gutem Wetter oder zu Randzeiten ist hingegen in der Regel gen�gend Kapazit�t vorhanden und es kann auf eine Reservation verzichtet werden.

Montag, 5. Juni 2023: Betriebsaufnahme der modernisierten Pilatusbahn
134 Jahre und einen Tag nach dem allerersten Betriebstag der steilsten Zahnradbahn der Welt ist diese heute nach der umfassenden Modernisierung in die Saison 2023 gestartet.
Die Betriebsaufnahme ist gr�sstenteils erfolgreich verlaufen. Zwei aufretende Fahrzeugst�rungen haben zu 15 Minuten Versp�tung und dem Ausfall einer Fahrt gef�hrt. Angesichts der grossen Umstellung, die am heutigen Tag vollzogen wurde, darf der erste Betriebstag meiner Meinung nach trotzdem sehr positiv beurteilt werden.
Die acht neuen Personentriebwagen sind ab heute im Einsatz, hier die Ankunft des zweiten Zuges in der Talstation

Neben den neuen Triebfahrzeugen ist die Anpassung der Infrastruktur in der Talstation ein wichtiger Bestandteil der Neukonzeption. Zwei neue Gleiswender erm�glichen die Einfahrt in die zwei Gleise mit Ausssenperrons in der Talstation. Damit entfallen die bisherigen Rangierman�ver �ber die Schiebeb�hnen und es kann eine Wendezeit von nur drei Minuten erreicht werden.
Hier zu sehen sind zwei der drei neuen Gleiswender w�hrend dem Umstellvorgang

Der zweite Zug f�hrt aus der Talstation bergw�rts, w�hrend das vorausfahrende Fahrzeug im Hintergrund zu erkennen ist

Samstag, 3. Juni 2023: Saisonstart am n�chsten Montag
Die Pilatusbahn wird definitiv am Montag, 5. Juni 2023, in die Sommersaison 2023 starten.

Montag, 29. Mai 2023: Testfahrten auch an Feiertagen
Damit der neue Termin f�r den Saisonstart (5. Juni 2023) gehalten werden kann, verkehren auch am Pfingstsamstag und Pfingsmontag Fahrten zu Test- und Ausbildungszwecken. Gleichzeitig muss in der Werkstatt nach wie vor an den Fahrzeugen gearbeitet werden.
Kein gutes Zeichen: Der Einsatz von Einzeltraktionen deutet auf mangelnde Verf�gbarkeit der Fahrzeuge hin.

Der neue G�tertriebwagen holt in der Talstation angelieferte Ersatzteile ab.

In dieser Woche vor der Betriebsaufnahme wird der Betrieb nach Fahrplan simuliert.
Eine Doppeltraktion erreicht die Talstation.

Samstag, 20. Mai 2023: Ausbildungs- und Testfahrten
Nach der urspr�nglichen Planung w�re die Pilatusbahn heute bereits in Betrieb. Allerdings h�tte wohl das Wetter die Betriebsaufnahme am vorgestrigen Auffahrtstag verhindert, da der Winter kurzzeitig zur�ckkehrte. Seit dem letzten Dienstag verkehren heute zum ersten Mal wieder Fahrten bis nach Pilatus Kulm. Mit zwei Doppeltraktionen im Kreuzungsbetrieb wurden Lokf�hrer ausgebildet.

Dienstag, 16. Mai 2023: Er�ffnungsanlass in geschlossenem Rahmen
Auch am heutigen Tag stehen wieder alle Fahrzeuge im Einsatz. Der G�tertriebwagen bef�rdert Material auf den Berg, dass f�r den Er�ffnungsanlass am Abend ben�tigt wird.
Die beiden mit dem PB Xhe 2/2 Nr. 49 transportierten Laufb�nder geben einen Hinweis auf die beiden f�r das Rahmenprogramm engagierten Komiker

Zum Er�ffnungsanlass waren Pers�nlichkeiten aus Wirtschaft und Politik eingeladen. In der Talstation wurden die neuen Triebfahrzeuge gesegnet. Anschliessend fuhr die Gesellschaft mit zwei Doppeltraktionen nach Pilatus Kulm.

Montag, 15. Mai 2023: Testfahrten nach Fahrplan
Zum ersten Mal wird mit allen Fahrzeugen nach Fahrplan gefahren. Dieser sieht ab der ersten Fahrt um 08:10 Uhr einen strikten 35-Minuten-Takt vor. Bis im letzten Jahr verkehrte die Pilatusbahn jeweils alle 40 Minuten, wobei als Reserve ungef�hr jede dritte L�cke 45 Minuten betrug. Die Talfahrt war jeweils 5 Minuten vor der Bergfahrt angesetzt. Im neuen Fahrplan ist hingegen vorgesehen, dass auf Pilatus Kulm lediglich eine Minute vor Alpnachstad abgefahren wird. Dies liegt daran, dass in der oberen Streckenh�lfte aufgrund der geringeren Neigung gr�sstenteils mit 12 km/h gefahren werden darf. In der unteren Streckenh�lfte kann die Fahrzeit talw�rts hingegen gegen�ber den alten Triebwagen nicht reduziert werden.
Obwohl nach Fahrplan gefahren wurde, stand dieser noch nicht im Fokus. Es ging darum, Lokf�hrer auszubilden und auftretende St�rungen aufzudecken.

Samstag, 13. Mai 2023: Zahnradbahn-Gant
Am Anlass bei der Talstation wurden auf einem Flohmarkt historische Bilder, B�cher und Plakate zum Kauf angeboten. Bereits vor dem offiziellen Beginn um 9:00 Uhr trafen die ersten Besucher ein, um sich mit solchen Erinnerungsst�cken einzudecken.
Vor allem solche historischen Werbeplakate finden Anklang.

Der Flohmarkt findet unter den Augen von Eduard Locher (Erbauer der Pilatusbahn) statt, der auf dem neuen Wandgem�lde in der Talstation prangt.

Ausserdem konnte ein erster Blick auf die Ware geworfen werden, die anschliessend in der Gant feilgeboten wurde. Der H�hepunkte sollte die Versteigerung eines kompletten Fahrzeuges werden.
Den Interssierten wird ein breite Auswahl an Gegenst�nden zum Ersteigern geboten

Solche Schilder aus den abgebrochenen Triebwagen sind eher handlicher als die Hauptattraktion.

Schlussendlich soll der Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 26 aus dem Jahr 1937 einen neuen Besitzer finden.

Rechtzeitig zur Gant hellt der Himmel auf und die Sonne zeigt sich. Der Triebwagen Nr. 26 wird nach einem Bieter-Zweikampf f�r 10'300 Franken verkauft.
Etwa 300 Personen beteiligen sich an der Zahnradbahn-Gant

Dienstag, 9. Mai 2023: Erstmals alle acht Personentriebwagen unterwegs
Heute konnten zum ersten Mal alle acht Triebfahrzeuge PB Bhe 2/2 Nr. 41 bis 48 gleichzeitig f�r den Testbetrieb eingesetzt werden. Damit wird der gew�hnliche Tagesbetrieb abgebildet. Die Fahrzeuge sind jeweils zu Doppeltraktionen gekuppelt, die zu zweit pro Fahrtrichtung verkehren.
Ein Zug verl�sst das Depot und rangiert �ber die Weiche 3 in die Talstation.

Weil die Pilatusbahn keine Dispofahrzeuge besitzt, wird eine hohe Verf�gbarkeit der Fahrzeuge gefordert. Dies ist insofern gerechtfertigt, als dass der Betriebszeitraum im Vergleich zu anderen Bahnen eher kurz ist. Mit einem fahrplanm�ssigen Fahrbetrieb zwischen 07:30 Uhr und 18:45 Uhr und der mehrmonatigen Winterpause steht gen�gend Zeit f�r die planm�ssigen und ausserplanm�ssigen Unterhalt zur Verf�gung.
Um die hohe Verf�gbarkeit zu erreichen, muss es m�glich sein, durch regelm�ssige Wartung die St�rungsdichte klein zu halten. Ausserdem soll die Tagesleistung in m�glichst vielen F�llen noch beendet werden k�nnen. So kann etwa eine Doppeltratkion beim Ausfall einer der vier Antriebseinheiten bestehend aus Stromrichter und Fahrmotor noch uneingeschr�nkt weiterfahren.
Zwei Doppeltratkionen stehen in der Talstation bereit f�r die Bergfahrt.

Der Schwerpunkt des Testtages lag darauf, m�glichst viel zu fahren. So gew�hnen sich die Triebwagenf�hrer an die Bedienung und es k�nnen wiederkehrende Fahrzeugst�rungen aufgedeckt werden. Die R�ckmeldungen aus dem Testbetrieb helfen dem Fahrzeughersteller, die Kinderkrankheiten auszumerzen.
Der erste Zug verl�sst die Talstation Richtung Pilatus Kulm

In der Mittelstation �msigen findet die Kreuzung statt. Auf der linken Seite wird bergw�rts gefahren, auf der rechten talw�rts.

Im n�chsten Schritt geht es darum, nach Fahrplan zu fahren und die dazugeh�rigen Betriebsabl�ufe zu testen.

Freitag, 27. April 2023: Saisonstart verschoben
Die Pilatusbahn h�tte an Auffahrt, 18. Mai 2023, den Betrieb aufnehmen wollen. Wegen technischer Probleme mit den Triebfahrzeugen, wird der Saisonstart verschoben auf den Montag, 5. Juni 2023.
F�r die Fahrzeuge ist die Stalder Bussnang AG verantwortlich. Man darf nicht vergessen, dass es sich bei den neuen Triebwagen um einzigartige Spezialanfertigungen handelt, bei deren Planung und Konstruktion nur auf begrenzete Erfahrung zur�ckgegriffen werden konnte.
Jedoch hatte die Stadler Bussnang AG seit der Anlieferung des ersten Triebwagens fast zwei Jahre lang Zeit, die neuen Fahrzeuge zur Betriebsreife zu bringen. Trotz beschr�nkter Gleisanlage hat die Pilatusbahn bereits in der Saison 2021 ausreichend M�glichkeiten geboten, um w�hrend dem laufenden Betrieb Testfahrten durchzuf�hren - sogar an Spitzentagen im Hochsommer. F�r jede n�chtliche Versuchsfahrt stand das n�tige Fahrpersonal der Zahnradbahn bereit, obwohl das kleine Team daneben noch den Regelbetrieb und weitere Arbeiten im Zusammenhang mit der Neukonzeption zu erledigen hatte. In der darauf folgenden Saison konnten ausserdem bereits Erfahrungen im Fahrgastbetrieb gewonnen werden. Und w�hrend der zwei Winterpausen dazwischen standen gen�gend Zeit und M�glichkeiten f�r die Ert�chtigung der Triebfahrzeuge zur Verf�gung.
Vor diesem Hintergrund ist die Verschiebung des lange geplanten Saisonstarts aus meiner pers�nlichen Sicht sehr �rgerlich.

Montag, 24. April 2023: Ausbildungsfahrten
Unter der Woche finden fleissig Ausbildungsfahrten statt. Die Strecke kann bis in die Mattalp befahren werden. Weiter oben ist die Schneer�umung im Gang.
Bis auf die Mattalp (1600 m �.M.) kann aktuell gefahren werden.

Donnerstag, 13. April 2023: Test der Zugbeeinflussung
Mit der Neukonzeption wird ein neues Zugbeeinflussungssystem mit F�hrerstandsignalisierung von Actemium eingef�hrt. Die sogenannte positionsbasierte Signalisierung (PbS) zeigt dem Triebwagenf�hrer die fiktiven Signale auf dem Diagnose- und Bedienbildschirm an. Jede Zugfahrt erh�lt vom Fahrdienstleiter �ber das Visualisierungs- und Bediensystem f�r Zahnradbahnen (VBBa) eine eigene Fahrerlaubnis. Im Folgezugbetrieb kann so einem Fahrzeug das vorausliegende Signal auf "Fahrt" gestellt werden, w�hrend dasselbe Signal dem hinteren Triebwagen unver�ndert "Halt" anzeigt. Gleichzeitig ist es f�r den Folgezugbetrieb notwendig, mehrere Fahrzeuge in gleicher Fahrtrichtung in den selben Gleisabschnitt fahren zu lassen. Aus diesem Grund gilt weiterhin Fahrt auf Sicht.
Der Triebfahrzeugf�hrer muss jederzeit mit stehenden Fahrzeugen in seinem Fahrweg rechnen. Dabei wird er von einem Kollionswarnsystem unterst�tzt. Wenn der Minimalabstand unterschritten wird, erh�lt er eine akustische Warnung. Wenn sich der Abstand weiter reduziert, erfolgt eine Zwangsbremsung. Zum bewussten Aufschliessen, etwa in der Mittelstation �msigen, kann diese Funktion tempor�r oder dauerhaft �berbr�ckt werden.
Die Zugbeeinflussung �berwacht die zul�ssigen H�chstgeschwindigkeiten und greift bei �berschreitung mit einer Zwangsbremsung ein. Die korrekte Stellung und Endlage der Weichen (Gleiswender und Schiebeb�hnen) wird durch fiktive Signale abgesichert. Die �berwachung der Geschwindigkeit v=0 an geschlossenen Signalen ist mit einer Bremskurven�berwachung ausgef�hrt, so dass ein Fahrzeug n�tigenfalls mit einer Schnellbremsung vor dem �berfahren des entsprechenden Signals zum Stillstand kommt.
Die Komfortfunktion bietet zus�tzlich eine Bremskurvenausgabe, welche die Fahrzeuge vor geschlossenen Signalen mit einer Betriebsbremsung zum Stillstand bringt. Auch Geschwindigkeitsreduktionen werden automatisch umgesetzt und Halteorte mit einer hohen Genauigkeit angefahren. Zusammen mit der automatischen Beschleunigung (die durch den Lokf�hrer manuell deaktiviert und jederzeit �bersteuert werden kann) bietet das System einen halbautomatischen Zugbetrieb mit Fahrer nach GoA2 (Grade of Automation - Automatisierungsgrad, Stufe 2).
Aufnahme aus dem Testbetrieb: Das Fahrzeug Nr. 43 (rechts) ist vom Depot aus in den PbS-Bereich hinein gefahren und wurde wegen nicht �berbr�ckter Kollisionsverhinderung mit einer Zwangsbremsung zum Stillstand gebracht.

Die Funktionen von PbS und VBBa, die zusammen das Fahrdienstleiter-Assistenzsystem (FDL-A) bilden, wurden im Testbetrieb in den letzten zwei Tagen gepr�ft. Diese Tests konnten zufriedenstellend abgeschlossen werden.

Montag, 27. Februar 2023: Der neue G�tertriebwagen
Als Ersatz f�r den elektrischen G�tertriebwagen Bhe 1/2 Nr. 31 aus dem Jahr 1954 wurde das neue Dienstfahrzeug Xhe 2/2 Nr. 49 beschafft.
Der neue G�tertriebwagen auf dem Werkstattgleis

W�hrend das Fahrgestell identisch mit den neuen Personenwagen ist, verf�gt dieser Triebwagen �ber einen besonderen Aufbau. Bergseitig befindet sich eine F�hrerkabine, die restliche Fl�che kann als offene Ladefl�che genutzt werden. Die Fl�che besteht aus einzelnen Podesten, die je nach Bedarf hydraulisch geneigt werden k�nnen.

Mittwoch, 22. Februar 2023: Anlieferung und Abtransport zweier Fahrzeuge
Am Aschermittwoch (der Ostschweizer Zughersteller hat es scheinbar nicht so mit den Feiertagen) wurden erstmals an einem Tag zwei neue Fahrzeuge angeliefert. Einerseits kam der siebte Personentriebwagen Bhe 2/2 Nr. 47 in Alpnachstad an, zum anderen traf auch das einzige neue Dienstfahrzeuge Xhe 2/2 Nr. 49 ein.
Abtransportiert wurde der Triebwagen Bhe 1/2 Nr. 23, der als Ersatzteilspender ausgeschlachtet wurde. Das restliche Fahrzeuge wurde der Verwertung zugef�hrt.
Der zweite weggef�hrte Triebwagen, Bhe 1/2 Nr. 27, konnte bei einer Privatperson untergebracht werden.

Freitag, 20. Januar 2023: Ausschlachten des Ersatzteilespenders
Der Triebwagen Bhe 1/2 Nr. 23 dient als Ersatzteilspender. Aus Platzgr�nden muss allerdings der Wagenkasten weggebracht werden, wenn im Februar zwei neue Fahrzeuge im Depot eintreffen. Aus diesem Grund wurden bereits alle ben�tigten Ersatzteile ausgebaut, insbesondere die beiden Motoren.
Der Triebwagen Bhe 1/2 Nr. 23 auf der linken Seite wurde als Ersatzteilspender ausgeschlachtet.
Der danebenstehende Triebwagen Bhe 1/2 Nr. 22 darf sich hingegen auf sein weiteres Leben als Nostalgiefahrzeug freuen.

Mittwoch, 4. Januar 2023: In der Talstation wird gebaut
Auch im neuen Jahr wird in der Talstation Alpnachstad fleissig weitergebaut. Zum einen wird nach dem Ausbau der Schiebeb�hne auch die Grube zur�ckgebaut. Schlussendlich werden dann beide Gleise nach unten verl�ngert.
Noch sind die beiden Gleise der Talstation in der H�lfte des Perrons zu Ende.

Gleichzeitig wird die Fahrleitung gek�rzt. Die neuen Triebwagen verf�gen nur �ber einen Stromabnehmer, der bergseitig platziert ist. Die erlaubt es, die Fahrleitung nicht mehr bis ans talseitige Ende der Gleise zu ziehen. Dadurch kann der Deckenkran in den Ladebereich vorfahren, ohne dass die Fahrleitung in die Quere kommt.
Auch der Warteraum der Talstation wird erweitert. Damit der Fahrgastwechsel parallel �ber beide Perron erfolgen kann, braucht es gen�gend Platz f�r die bereitstehenden G�ste. Ausserdem wird der Personenfluss insgesamt angepasst.
Der Warteraum der Talstation wird erweitert. An dieser Stelle wird sich zuk�nftig der Ausgang befinden.

2022

Mittwoch, 14. Dezember 2022: Abtransport Schiebeb�hne Alpnachstad
Die Schiebeb�hne in Alpnachstad hat ausgedient. Sie war w�hrend 133 Jahren ein zentrales Betriebselement der Pilatusbahn und zugleich auch ein Alleinstellungsmerkmal. Dementsprechend wird die Schiebeb�hne nicht einfach abgebrochen, sondern dem Verkehrshaus �berlassen.
Die Schiebeb�hne Alpnachstad wird aus der Grube gehoben. (Foto: Ueli Wallimann)

Abtransport statt Abbruch (Foto: Ueli Wallimann)

Montag, 12. Dezember 2022: Anlieferung TW 46 und Abbruch TW 30
Mit der Anlieferung des Triebwagens PB Bhe 2/2 Nr. 46 w�chst die neue Fahrzeugflotte weiter an. Das muss auch so sein, denn im Mai des n�chsten Jahres sollen alle acht Personenfahrzeuge und der G�tertriebwagen f�r die Betriebsaufnahme bereit stehen.
Die Inbetriebsetzung der noch eintreffenden Fahrzeuge wird in der unteren Streckenh�lfte vorgenommen. Der Abschnitt bis zur Mittelstation �msigen wird �ber den ganzen Winter befahrbar gehalten und genutzt. Denn in der Mittelstation wird auch weiterhin an den neuen Aussenperrons gebaut.
In der Wagenhalle nehmen die "Neuen" �berhand (Foto: Roger Rieker)

Wie nach jeder Auslieferung wurde ein bestehendes Fahrzeug mitgenommen. Diesmal war der Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 30 aus dem Jahr 1967 an der Reihe. Das Fahrzeug war in der Flotte der Pilatusbahn eine Ausnahme. Trotz nur geringer Unterschiede zu den anderen Fahrzeugen haben diese ausgereicht, die Meinung der Triebwagenf�hrer zu spalten. Einige sind gerne mit dem "Driisgi" gefahren, war er doch sehr laufruhig unterwegs und hat dem Triebwagenf�hrer einen bequemen Sitz geboten. Genau diesen Sitz haben allerdings die Fahrer mit den k�rzeren Beinen nicht gerne gehabt, konnten sie doch das Totmannpedal gar nicht angenehm erreichen. Auch die "nerv�se" Tachonadel war nicht jedermanns Sache!
So oder so ist der Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 30 aufgefallen. Vor allem in den letzten Betriebsjahren, in denen er in Vollwerbung f�r "Bucherer" unterwegs war. Nun ist die Zeit dieses Fahrzeuges defintiv abgelaufen: Der Triebwagen Nr. 30 ist das erste (komplette) Fahrzeug, das abgebrochen wurde.
Der Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 30 vor dem Abtransport in die Verwertung (Foto: Roger Rieker)

Wie auch die anderen Fahrzeuge, die ausgemustert werden, befand sich der Triebwagen Nr. 30 noch in einwandfreiem Zustand und hat aus eigener Kraft das Depot verlassen.

Montag, 21. November 2022: Der Tag danach - R�ckblick und Ausblick
Nach dem letzten Betriebswochenende steht jeweils das Aufr�umen des Christchindlimarktes und das Einwintern der Stationen auf dem Programm. Die Waren und St�nde des Marktes wurden mit der Zahnradbahn ins Tal transportiert. Dazu waren der elektrische G�tertriebwagen PB Ohe 1/2 Nr. 31 sowie die Personenwagen PB Bhe 1/2 Nr. 26 und 28 unterwegs. Die Strecke war am fr�hen Morgen mit dem Dienstfahrzeug PB Xhm 1/2 Nr. 32 mit aufgesetzter Schneefr�se ger�umt worden.
Ich habe tags�ber die letzte Gelegenheit genutzt ein Foto mit den drei bisherigen elektrischen Fahrzeugtypen der Pilatusbahn zu schiessen:
Die drei elektrischen "3er": PB Bhe 1/2 Nr. 30 (1967), PB Bhe 1/2 Nr. 23 (1937) und PB Ohe 1/2 Nr. 31 (1954)

Der Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 23 in der Mitte ist das �lteste Fahrzeug. Er repr�sentiert die Personentriebwagen aus dem Jahr 1937. Links daneben steht der Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 30, der einzige seiner Art aus dem Jahr 1967. Er wurde wegen einem Defekt zum letzten Mal am Montag, 15. November 2022 eingesetzt und war deshalb am Abschlusswochenende nicht mehr unterwegs. Schlussendlich steht auf der rechten Seite der elektrische G�tertriebwagen PB Ohe 1/2 Nr. 31 aus dem Jahr 1954. Dessen Untergestellt war in der Hochsaison jeweils mit einem bereits abgebrochenen Personenwagenkasten als PB Bhe 1/2 Nr. 29 unterwegs.
Am Abend haben die Mitarbeiter der Zahnradbahn nochmals gemeinsam eine Fahrt mit ihren geliebten Fahrzeugen auf den Pilatus unternommen. Eingesetzt wurden die beiden Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 26 und 28, die bereits tags�ber im Einsatz standen.
Mit der am Vortag zu Ende gegangenen Saison steht nun der gr�sste Umstellungsschritt der Neukonzeption vor der T�re. In der kommenden Sommersaison wird im 35-Minuten-Takt gefahren, wobei ausschliesslich die neuen Fahrzeuge PB Bhe 2/2 Nr. 41 - 48 sowie der neue G�tertriebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 49 zum Einsatz kommen. Diese verkehren in Doppeltraktion und nutzen f�r den Fahrgastwechsel das neue bergseitige Perron in der Talstation. Die Schiebeb�hne wird zur�ckgebaut und die einzigartigen in die Zugsabfertigung integrierten Rangierbewegungen �ber diese geh�ren der Vergangenheit an.
Auch das Relaisstellwerk in der Bergstation hat ausgedient. Die Gleiswender werden ab dem n�chsten Jahr von der Talstation aus ferngesteuert und die Signale direkt im F�hrerstand signalisiert.
Von den verbleibenden Altbautriebwagen verlassen die Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 26, 27 und 30 sowie der G�tertriebwagen PB Ohe 1/2 Nr. 31 die Pilatusbahn. Die beiden Fahrzeuge PB Bhe 1/2 Nr. 22 und 28 verbleiben in fahrt�chtigem Zustand als historische Triebwagen bei der Pialtusbahn. Das Zugsicherungssystem wird aber nicht nachger�stet, so dass der Einsatz nur getrennt vom regul�ren Betrieb erfolgen kann. Der Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 23 dient als Ersatzteilspender.

Sonntag, 20. November 2022: Letzter Betriebstag
Mit dem Ende der Saison standen auch die bestehenden Triebwagen zum letzten Mal im Einsatz. Die Pilatusbahn durfte zahlreiche Besucher begr�ssen, die nochmals mit den alten Triebwagen fahren wollten und den Christchindlimarkt besuchten. So waren an beiden Tagen alle acht verf�gbaren Fahrzeuge im Dauereinsatz. Darunter befanden sich die f�nf bisher verbliebenen Fahrzeuge aus dem Jahr 1937. Hinzu kamen drei neue Triebwagen, wovon zwei Fahrzeuge in Doppeltraktion verkehrten.
Bereit f�r den letzten Betriebstag in einer alten B�hnleruniform der Pilatusbahn (Foto: Roger Rieker)

Mit Dienst 10 war mir die letzte Fahrt zugeteilt. Fahrplanm�ssig fand diese bergw�rts mit Kurs 27 um 15:50 Uhr ab Alpnachstad und anschliessend talw�rts mit Kurs 28 um 16:25 Uhr ab Pilatus Kulm statt. Allerdings hatten l�ngst nicht alle wartenden G�ste auf dieser Talfahrt Platz. Insgesamt gab es noch zwei Extrafahrten, wobei alle acht Triebwagen jeweils eine zus�tzliche Fahrt absolvierten.
Der letzten fahrplanm�ssigen Talfahrt kamen in der Mittelstation nochmals eine Doppeltraktion aus den PB Bhe 2/2 Nr. 42 und 43 sowie die Altbaufahrzeuge PB Bhe 1/2 Nr. 23 und 27 entgegen. Nach der Ankunft in Alpnachstad ging es wieder bergw�rts zur tats�chlichen letzten Talfahrt.
Mit Kurs 132 um 17:45 Uhr ab Pilatus Kulm (effektiv ca. 18:00 Uhr) wurden die letzten G�ste, sowie Aussteller des Christchindlimarktes und Mitarbeiter der Hotels und Gastronomie ins Tal bef�rdert. S�mtliche Passagiere konnten in den drei Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 22, 26 und 28 aus dem Jahr 1937 mitgenommen werden. Das Triebfahrzeug PB Bhe 2/2 Nr. 41 wurde nicht mehr ben�tigt und verkehrte ohne Fahrg�ste direkt ins Depot.
Ankunft des letzten Triebwagens in Alpnachstad (Foto: Ueli Wallimann)

Die drei Altbaufahrzeuge von 1937 wurden hingegen in der Talstation durch ehemalige und aktive Mitarbeiter der Zahnradbahn in Empfang genommen. Als letztes Fahrzeug erreichte der von mir gef�hrte Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 22 die Talstation. Darin befanden sich neben der Direktion die beiden Fahrdienstleiterinnen der Bergstation, ehemalige Wagenf�hrer sowie der Triebwagenf�hrer des PB Bhe 2/2 Nr. 41, der nach dem Ausstellen seines leeren Fahrzeuges auf dem Depotgleis beim Gleiswender 3 im Obsee zugestiegen ist.

Montag, 7. November 2022: Zum ersten Mal sind zwei Doppeltraktionen unterwegs
Die Inbetriebnahme von Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 44 ist abgeschlossen. Zum ersten Mal k�nnen damit zwei Z�ge in Doppeltraktion eingesetzt werden.
Doppeltraktion vor der Einfahrt in den Bahnhof Kulm
Die Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 und 42 erreichen die Bergstation

Bereits am n�chsten Montag trifft der Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 45 ein. Mit dem nahenden Saisonende stehen ausserdem die letzten Betriebstage der bestehenden Fahrzeug von 1937 vor der T�r.
Doppeltraktionen in �msigen
In der Mittelstation begegnen sich die beiden Doppeltraktionen - w�hrend rundherum die Arbeiten f�r die neuen Aussenperrons laufen

Sonntag, 30. Oktober 2022: Die alten Fahrzeuge nochmals im Dauereinsatz
Das Wochenende vom 29. und 30. Oktober 2022 hat der Pilatusbahn nochmals ein sehr hohes Fahrgastaufkommen beschert. Das goldige Herbstwetter fiel genau auf das Wochenende w�hrend der j�hrlichen Revision der Seilbahnen. Damit war die Zahnradbahn die einzige M�glichkeit, per Bahn auf den Pilatus zu gelangen. Wobei insgesamt mehr Talfahrten verzeichnet wurden, da sehr viele das Wanderwetter genutzt haben um zu Fuss den Berg zu erklimmen.
Am Samstag wurde der diesj�hrige Rekord der Talfahrten mit der Zahnradbahn verzeichnet, der am folgenden Sonntag noch einmal �berboten wurde. F�r die Triebwagenf�hrer und die Mitarbeiter der Kassen und G�stebetreuung waren es zwei intensive Arbeitstage. Aber auch die Altbautriebwagen stellten nochmals ihre Zuverl�ssigkeit unter Beweis. Zwar waren auch drei neue Fahrzeuge im Einsatz, doch die Hauptlast wurde nach wie vor von den bestehenden Triebwagen getragen. Diese meistern auch im hohen Alter von 85 Jahren die Beanspruchungen solcher Spitzentage ohne nennenswerte St�rungen.
F�r mich pers�nlich waren es zwei besondere Tage. Zum einen durfte ich am Samstag zum letzten Mal als Fahrdienstleiter in der Bergstation arbeiten. Diese Funktion wird es in der n�chsten Saison nicht mehr geben, weil die Stellwerkfunktionen in der Talstation zentralisiert werden und somit nur noch ein einziger Fahrdienstleiter ben�tigt wird. Aber auch der hat dann kein analoges Stellwerk mehr zu bedienen, was ich nochmals in vollen Z�gen genossen habe.
Integra Stellwerk TW 21 in der Eselwand
Das Integra-Stellwerk hat ebenfalls bald ausgedient

Unterwegs mit dem Triebwagen Nr. 21 (Foto: Oli Haller)

Am Sonntag durfte ich einige Fahrten mit den alten Triebwagen absolvieren. Weil sich das Saisonende und damit auch die Ausmusterung der bestehenden Fahrzeuge n�hert, kann man nie wissen, wann es die letzte Fahrt mit einem Triebwagen gewesen sein wird. Insbesondere war es mir eine Freude, nochmals mit dem Triebwagen Bhe 1/2 Nr. 21 fahren zu d�rfen. Dieses Fahrzeug wird n�mlich schon bald dem Verkehrshaus in Luzern �bergeben.

Donnerstag, 27. Oktober 2022: Abschleppversuch erfolgreich
Nach Betriebsschluss wurde zum ersten Mal das Abschleppen mit den neuen Fahrzeugen getestet. Da nun mit den Bhe 2/2 Nr. 41 bis 43 insgesamt drei Fahrzeuge zur Verf�gung stehen, konnte das Man�ver erstmals im Feldversuch durchgef�hrt werden.
F�r das Abschleppen eines leeren Triebwagens werden zwei ebenfalls leere Fahrzeuge in Doppeltraktion ben�tigt. Aus einem blockierten Triebwagen m�ssen vor dem Abschleppen immer zuerst die Fahrg�ste mit dem Evakuationsverfahren (siehe Eintrag vom 13. Juli 2022) geborgen werden. Befindet sich das defekte Fahrzeug in Doppeltraktion, wird diese getrennt und das fahrt�chtige Fahrzeug f�hrt selbstst�ndig zum Zielbahnhof bzw. zum Ausgangsbahnhof zur�ck.
Die Doppeltraktion f�hrt talseitig an den abzuschleppenden Triebwagen heran. Der Triebwagen wird ausgeschaltet und nur mechanisch an die Doppeltraktion gekuppelt. Um talw�rts zu fahren m�ssen beim ausgeschalteten Triebwagen die Federspeicherbremsen mechanisch gel�st und blockiert werden. Der Triebwagen wird vollst�ndig auf den beiden unteren Fahrzeugen abgest�tzt, seine beiden mechanischen Bremssysteme sowie die zwei Fahrmotoren und damit auch die elektrische Bremse sind unwirksam.
So kann der Zugverband talw�rts fahren, wo sich das Depot befindet. Die vier Fahrmotoren der beiden aktiven Triebwagen bringen die elektrische Bremskraft f�r die Beharrungsfahrt auf. Zusammen mit den beiden mechanischen Bremsen des Bremssystems 1 ist eine Schnellbremsung mit der geforderten Verz�gerung m�glich. Sollte die elektrische Bremse ausfallen, dient das Bremssystem 2 als R�ckfallebene.
Abschleppfall
Schematische Darstellung des Abschleppfalls mit den Triebwagen PB Bhe 2/2

Es ist auch m�glich, einen defekten Triebwagen bergw�rts zu schieben, um etwa die Strecke freizur�umen. Die Zugkraft zweier funktionsf�higer Triebwagen reicht theoretisch auch im steilsten Abschnitt gerade noch aus, um die Gesamtmasse der drei Fahrzeuge bergw�rts anzufahren. Dies konnte mit der Versuchsfahrt in der Praxis best�tigt werden. Auch das eigentliche Abschleppen talw�rts hat reibungslos funktioniert.

Donnerstag, 20. Oktober 2022: Einer kommt und einer geht
Mit dem Bhe 2/2 Nr. 44 wurde schon wieder ein neues Fahrzeug bei der Pilatusbahn angeliefert. So befinden sich bereits die H�lfte der neuen Personentriebwagen vor Ort. Einen Neuank�mmling begr�ssen zu d�rfen, bedeutet immer auch, sich von einem altgedienten Kameraden verabschieden zu m�ssen. Diesmal war der Triebwagen Bhe 1/2 Nr. 25 an der Reihe.
Der Z�hler des Triebwagens Nr. 25 bleibt bei 458'692 km stehen. Das Fahrzeug bleibt aber erhalten und wird f�r die �bergabe an einen neuen Verein vorbereitet.
Was erw�hnenswert ist: Das Fahrzeug Nr. 25 wurde unmittelbar bis zum Schluss noch im Betrieb eingesetzt. Am Dienstag war der Triebwagen noch mit Passagieren unterwegs und zwei Tage sp�ter wird er ausgemustert und abtransportiert.

Sonntag, 16. Oktober 2022: Goldigste Rundfahrt
Die goldene Rundfahrt f�hrt ab Luzern mit dem Schiff nach Alpnachstad, mit der Zahnradbahn auf den Pilatus, auf der anderen Seite des Berges wieder ins Tal und schlussendlich von Kriens mit dem Bus zur�ck nach Luzern. Diese Rundreise, die nat�rlich auch in entgegengesetze Richtung m�glich ist, konnte am Sonntag, 16. Oktober 2022 zum letzten Mal mit den alten Triebwagen der Pilatusbahn gefahren werden. Denn an diesem Tag verkehrten zum letzen Mal vor der Winterpause die Kursschiffe nach Alpnachstad. Wenn der Schifffahrtsbetrieb �ber den Alpnachersee im n�chsten Fr�hling wieder aufgenommen wird, geh�ren die Triebwagen Bhe 1/2 von 1937 bereits der Geschichte an.
Die Pilatus-Bahnen hatten zu diesem Anlass einen Wettbewerb f�r die "Goldigste Rundfahrt" lanciert. 40 gl�ckliche Teilnahmen gewannen schlussendlich ein Billett f�r die Rundfahrt an diesem Tag, die von Mitgliedern der Gesch�ftsleitung begleitet und von Moderator Andy Wolf gef�hrt wurde.
Mir wurde die Ehre zuteil, die Gewinner mit dem Triebwagen Bhe 1/2 Nr. 21 anl�sslich dieser aussergew�hnlichen Fahrt auf den Berg zu bringen. W�hrend der Fahrt habe ich die beeindruckende Langlebigkeit und Zuverl�ssigkeit der Triebwagen hervorgehoben und von meiner Faszination f�r die Altbaufahrzeuge erz�hlt. �ber die Unterschiede zwischen den neuen und den alten Fahrzeugen durfte ich mich unl�ngst auch in einem Interview f�r den offiziellen Blog der Neukonzeption der Pilatusbahn �ussern.
Der Triebwagen Nr. 21 wird �brigens nach dessen Ausmusterung anfangs November ein zweites Leben im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern erhalten. Dort soll er nach deren Umbau in der Schienenfahrzeughalle zu sehen sein, wo heute bereits der Dampftriebwagen Bhd 1/2 Nr. 9 der Pilatusbahn ausgestellt ist.

Mittwoch, 5. Oktober 2022: Betriebserprobung Doppeltraktion und Baustelle �msigen
In dieser Woche waren die neuen Fahrzeuge zum ersten Mal kommerziell in Doppeltraktion unterwegs. Auch die Inbetriebenahme des Triebwagens Bhe 2/2 Nr. 43 ist abgeschlossen, so dass der Fahrzeugpark der Personenwagen im Moment aus sieben Altbauwagen von 1937, einem Triebwagen aus dem Jahr 1967 sowie den drei neuen Triebfahrzeugen besteht.
Mit der Neukonzeption werden in der Mittelstation �msigen neue Aussenperrons gebaut. Weil die bestehenden Fahrzeuge nur einseitig �ber T�ren verf�gen, m�ssen aus- und zusteigende Fahrg�ste auf dem linken Gleis jeweils niveaugleich das rechte Gleis �berqueren. Gleichzeitig ist zwischen den Gleisen nur sehr wenig Platz vorhaden. Dank den beidseitigen T�ren der neuen Fahrzeuge kann auf der Aussenseite beider Gleise je eine Perrontreppe realisiert werden. Wie bisher kann �ber die Br�cke von der einen auf die andere Seite gewechselt werden.
Heute wechseln sich die Fahrrichtungen auf den beiden Gleisen jeweils ab, weil die Schiebeb�hnen nur lokal gestellt werden k�nnen und somit nach der Ausfahrt des Zuges in ihrer Position verbleiben. Mit dem neuen Zugsicherungssystem werden hingegen die Fahrstrassen jeweils so gestellt, dass immer auf dem gleichen Gleis bergw�rts und auf dem anderen Gleis talw�rts gefahren wird. So k�nnen die Fahrrichtungen auf den Perrons f�r die Fahrg�ste einfach verst�ndlich angeschrieben werden.
Die Vorbereitungen f�r die Bauarbeiten haben in dieser Woche begonnen. Vor der Bahnh�tte wurde ein Materialdepot erstellt. Die Plattform kann direkt mit dem G�tertriebwagen angefahren und das Material ebenerdig ausgeladen werden.
Mittwoch, 14. September 2022: Anlieferung und Abtransport je eines Triebwagens
Mit dem Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 43 ist das dritte neue Triebfahrzeug angeliefert worden. Dank den Erfahrungen aus den vorausgehenden Anlieferungen gingen der Ablad mit dem Pneukran und das Einf�deln reibungslos �ber die B�hne.
Gleichzeitig mit der Anlieferung eines neuen Wagens muss auch ein altes Fahrzeug das Depot verlassen. Aufgrund eines Schadens trifft es diesmal den Triebwagen Nr. 24. Dieser war urpr�nglich als eines von zwei Fahrzeugen f�r den Weiterbetrieb als historischer Triebwagen vorgesehen. Weil die Reperatur insbesondere in der aktuell sehr arbeitsintensiven Zeit zu aufw�ndig gewesen w�re, hat man sich schlussendlich gegen den betriebsf�higen Erhalt des Triebwagens Nr. 24 entschieden.
Gl�cklicherweise bleibt der Liebling vieler Triebwagenf�hrer der Nachwelt trotzdem als Ausstellungsmodell bei einer Privatperson erhalten.

Mittwoch, 7. September 2022: TBS Doppeltraktion erfolgreich
Heute fand die technisch-betriebliche Sicherheitspr�fung (TSB) der Doppeltraktion statt. Das Bundesamt f�r Verkehr wird als Ergebnis daraus die Betriebsbewilligung erteilen. Ab Ende Monat d�rfen die neuen Fahrzeuge damit nicht nur einzeln, sondern auch gekoppelt im Fahrgastbetrieb verkehren.
Dienstag, 9. August 2022: Betriebserprobung gestartet
Seit gestern kommt der Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 im Personenbetrieb zum Einsatz. Bei sch�nem Wetter und entsprechendem Besucherandrang kann dieser zehnte Personentriebwagen gut gebraucht werden. Weil der Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 29 bereits im Juni die Pilatusbahn verlassen hat, wurde der Betrieb bisher mit nur neun Fahrzeugen gestemmt.
Das zweite neue Fahrzeug mit der Nr. 42 befindet sich noch im Testbetrieb. Er soll allerdings in n�chster Zeit ebenfalls im fahrplanm�ssigen Personentransport eingesetzt werden.
Sobald beide neuen Triebwagen im Einsatz sind, wird jeweils auf jedem Kurs eines der beiden Fahrzeuge eingesetzt. Gleichzeitig verbleibt ein �berz�hliger Triebwagen der alten Generation im Depot, weil der Verkehr mit elf Personenwagen nicht vorgesehen ist.
Der Betrieb unterscheidet sich ansosnten noch nicht vom bisherigen Ablauf. Inbesondere k�nnen die neuen Fahrzeuge noch nicht in Doppeltraktion eingesetzt werden. Denn es wird nach wie vor �ber die Schiebeb�hne in der Talstation Alpnachstad rangiert, die nur eine Wagenl�nge hat.

Donnerstag, 4. August 2022: Ausbildung der Triebwagenf�hrer
In den n�chsten Wochenen findet die Betriebserprobung mit den neuen Triebfahrzeugen PB Bhe 2/2 Nr. 41 und 42 statt. Dies bedeutet, dass die beiden Triebwagen w�hrend 30 Tagen im regul�ren Personenverkehr eingesetzt werden.
In diesen Tagen erhalten die ersten Triebwagenf�hrer eine Einf�hrung in die Bedienung der neuen Fahrzeuge. Die restliche Ausbildung erfolgt w�hrend der Betriebserprobung. In dieser Zeit werden die Triebwagenf�hrer von einem Ausbildner begleitet, bis diese gen�gend Fahrpraxis gesammelt haben.
Mittwoch, 13. Juli 2022: Evakuierungs�bung mit den neuen Triebfahrzeugen
Mit 40 Personen wurde heute nach Betriebsschluss das Evakuierungskonzept der neuen Fahrzeuge in der Praxis �berpr�ft. Die Evakuierung kommt zum Einsatz, wenn ein Fahrzeug auf der Strecke blockiert ist. Da die Traktionsausr�stung der neuen Triebwagen redundant ausgelegt ist, kann die Fahrt in den allermeisten F�llen bis zur Endstation fortgesetzt werden. Sollte hingegen ein Totalausfall oder eine mechanische Blockade des Getriebes oder der Bremse vorliegen, m�ssen die Fahrg�ste aus dem blockierten Triebwagen evakuiert werden.
Weil das Gel�nde entlang der Strecke den Ausstieg �ber die Aussent�ren an den meisten Stellen nicht zul�sst, k�nnen die Fahrg�ste �ber die Frontscheibe in ein anderes Fahrzeug evakuiert werden. Dazu wird die Frontscheibe demontiert oder zerschlagen. Jedes Fahrzeug verf�gt talseitig �ber eine ausziehbare Treppe, womit der Wagen�bergang hergestellt wird. Ausserdem sind die Sitze auf der rechten Seite so konstruiert, dass sie entfernt werden k�nnnen und ein Durchgang entsteht.
Die Evakuierung erfolgt jeweils nur aus dem blockierten Fahrzeug. Eine allf�llige Doppeltraktion wird zuerst entkuppelt, so dass der fahrf�hige Triebwagen seine Fahrt fortsetzen oder zum Ausgangsbahnhof zur�ckkehren kann.
Anschliessend wird ein leeres Fahrzeug vorbereitet. Dazu werden die Frontscheibe und die entsprechenden Sitze bereits im Ausgangsbahnhof entfernt. Das Evakuierungsfahrzeug f�hrt an den blockierten Wagen heran und die Nottreppe wird ausgefahren. Nun k�nnen sich die Fahrg�ste abteilweise in das Evakuierungsfahrzeug begeben. Schlussendlich wird die offene Frontscheibe mit einer Sturzsicherung versehen und das Evakuierungsfahrzeug bringt die Fahrg�ste in den End- oder Ausgangsbahnhof (je nach Evakuierungsrichtung).
Bei der �bung hat dieser Ablauf reibungslos und innert k�rzester Zeit geklappt. Allerdings waren die Triebwagen bereits vorbereitet. Je nach Betriebssituation, in der ein Fahrzeug blockiert ist, kann dieses Prozedere l�nger dauern. Etwa wenn die Entfernung zum n�chsten Bahnhof gr�sser ist oder zuerst ein besetztes Fahrzeug im Ausgangsbahnhof geleert und vorbereitet werden muss.
Der n�chste Schritt im Szenario eines blockierten Triebwagens ist die Bergung des havarierten Fahrzeuges. Dies erfolgt durch Abschleppen mit einer leeren Doppeltraktion. Um dieses Vorgehen zu testen, wird also noch ein drittes Fahrzeug ben�tigt. Das ist auch der Grund, weshalb die Anlieferung des Triebwagens PB Bhe 2/2 Nr. 43 auf den September 2022 terminiert ist.
Dienstag, 5. Juli 2022: Fahrt in Doppeltraktion bis nach Pilatus Kulm
Am Vormittag erreichten anl�sslich einer Testfahrt die beiden neuen Fahrzeuge PB Bhe 2/2 Nr. 41 und 42 zum ersten Mal in Doppeltratktion die Bergstation. W�hrend der ganzen Woche finden weitere Fahrten zur Inbetriebnahme der Doppeltraktion statt.
Montag, 27. Juni 2022: Testfahrten in Doppeltraktion
Mittlerweise verkehren die Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 und 42 versuchsweise in Doppeltraktion. Freitag, 17. Juni 2022: Erste Kupplung zur Doppeltraktion
Nach der Anlieferung eines weiteren neuen Triebwagens konnten zum erstem Mal zwei Fahrzeuge der Pilatusbahn gekuppelt werden. Die Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 bis 49 verf�gen dazu �ber Trichterkupplungen. Nach dem Zusammenfahren wird von Hand ein Bolzen eingesteckt, der die formschl�ssige mechanische Verbindung herstellt.
Die elektronische Verbindung zwischen den Triebwagen wird mit einem Stecker erstellt. Schlussendlich soll das f�hrende Fahrzeug die Steuerung des gef�hrten Fahrzeugs �bernehmen. Nachdem die mechanische Kupplung offensichtlich funktioniert, steht dieser Punkt wohl als n�chstes auf dem Testfahrplan. Ziel ist es, dass bereits n�chste Woche versuchsweise in Doppeltraktion gefahren werden kann.

Samstag, 11. Juni 2022: Bald verabschiedet sich der erste elektrische Triebwagen
Am n�chsten Dienstag, 14. Juni 2022, wird mit dem PB Bhe 2/2 Nr. 42 das zweite neue Triebfahrzeug angeliefert. Weil damit der Platz im Depot der Pilatusbahn langsam knapp wird, muss zum ersten Mal seit 40 Jahren ein Triebwagen verabschiedet werden. Im Jahr 1982 wurde der letzte verbliebene Dampftriebwagen PB Bhd 1/2 Nr. 9 ausrangiert, der heute im Verkehrshaus steht. Ein elektrischer Triebwagen wurde bei der Pilatusbahn bisher noch nie ausser Dienst gestellt.
Allerdings ist der PB Bhe 1/2 Nr. 29, der die Pilatusbahn bald verl�sst, eigentlich nur ein Personenwagenkasten. Im Jahr 1954 hat man mit dem PB Ohe 1/2 Nr. 31 einen elektrischen G�tertriebwagen beschafft. Einige Jahre sp�ter kam der Personenwagenkasten Nr. 29 hinzu. Fortan war das Fahrgestell der Nr. 31 im Fr�hling und im Herbst als G�tertriebwagen unterwegs, in der Hochsaison nutzte man es unter dem Wagenkasten Nr. 29 als zus�tzlichen Personentriebwagen.
Mit dem G�ster�ckgang durch die Pandemie kam der Personenwagenkasten allerdings im Jahr 2020 nur noch f�r kurze Zeit und im letzten Jahr 2021 sogar gar nicht mehr zum Einsatz. Seit Anfang 2022 steht der Wagenkasten in der alten Malerei und wurde inzwischen "ausgeschlachtet". Das Fahrgestell wird mit dem G�teraufbau noch bis Ende 2022 unterwegs sein.
Donnerstag, 2. Juni 2022: Personalfahrt mit dem neuen Triebwagen
Zu Beginn der Sommersaison wird das Personal der Bahnen, Freizeitanlagen, G�stebetreuung, Hotels und Gastronomie wieder durch zahlreiche Saisoniers verst�rkt. Darunter sind auch viele neue Mitarbeiter, die zum ersten Mal am Pilatus arbeiten. Am Abend sind sie zu einem Begr�ssungsanlass auf Pilatus Kulm eingeladen. F�r die Extrafahrt mit drei Fahrzeugen wurde auch das neue Zugpferd aus dem Stall geholt.
Nach wie vor wird der Triebwagen Nr. 41 nicht im kommerziellen Betrieb eingesetzt. Schon bald trifft das zweite neue Fahrzeug in Alpnachstad ein. Sobald die Inbetriebsetzung des PB Bhe 2/2 Nr. 42 abgeschlossen ist, sind die beiden Wagen f�r Versuchfahrten in Doppeltraktion eingeplant. Zum ersten Mal �berhaupt werden Fahrzeuge der Pilatusbahn gekoppelt verkehren.

Dienstag, 17. Mai 2022: Montage des Gleiswender 7
Mit dem G�tertriebwagen Ohe 1/2 Nr. 31 wird die am Vortag verladene Platte des Gleiswender 7 nach Pilatus Kulm gebracht. Da mit dieser Platte bereits die maximale Nutzlast erreicht ist, kann kein weiteres Material auf diesem Fahrzeug mitgenommen werden. Das n�tige Personal und Werkzeug f�hrt in einem zweiten Triebwagen bis zur Arbeitsstelle. F�r die Montage des Gleiswenders sind sieben Mitarbeiter der Zahnradbahn aufgeboten.
Die Wenderplatte wurde mit der Montage-Hilfskonstruktion vom Triebwagen abgehoben, Richtung der Einbaustelle verschoben und dann abgesenkt.
Kurz vor dem Mittag ist der Einbau der Wenderplatte gelungen. Nun gilt es, die Schienen und Zahnstangen zu montieren. Diese m�ssen allerdings erst mit dem G�terfahrzeug in der Talstation geholt und zur Baustelle transportiert werden. Dort angekommen werden sie nach dem gleichen Prinzip mit der eigens konstuierten Hilsvorrichtung abgeladen und auf der Platte befestigt.
In den n�chsten Tagen geht es darum, die Gleise und die Zahnstange auszurichten. Dies ist wegen der aus den Steigungs�nderungen resultierenden Verwindungen keine einfache Angelegenheit.

Montag, 16. Mai 2022: Verlad des revidierten Gleiswender 7 (ehemals Wender 3)
W�hrend in Alpnachstad die Saisonvorbereitungsarbeiten im Gang sind, ist der Bahndienst mit der Montage der revidierten Gleiswender besch�ftigt. Diese Arbeiten sind f�r die �ffnung des Bahnbetriebes kritisch. Im Wissen darum wurde der Saisonstart in diesem Jahr mit dem 26. Mai 2022 vergleichsweise sp�t angesetzt. Der Zeitplan ist dennoch ambitioniert und jede potentielle Verz�gerung gef�hrdet dieses Ziel.
F�r die Mitarbeiter des Bahndienst und den Betriebsleiter bedeutet das lange und intensive Arbeitstage. Nachdem tags�ber die Montage des Gleiswender 6 gegl�ckt ist, wird am Abend noch die Platte des Gleiswender 7 auf das G�terfahrzeug Ohe 1/2 Nr. 31 geladen. Bei der Gr�sse und dem Gewicht des Gleiswenders kein leichtes Unterfangen. Dazu muss der G�tertriebwagen so weit wie m�glich in die "Grube" gefahren werden. Mithilfe des Deckenkrans wird der Wender anschliessend auf das Fahrzeug gehievt.
Nach dem Aufladen und Sichern der Wendeplatte wird der Triebwagen Nr. 31 mitsamt seiner Ladung vor dem Depot abstellt, von wo er am n�chsten Morgen fr�h die Fahrt Richtung Bergstation antreten wird.
Mit der Saison 2022 werden die Gleise sowie die Schiebeb�hnen und Gleiswender mit neuen Bezeichnungen versehen. Die einzelnen Gleisabschnitte werden ebenso wie die "Weichen" von Tal nach Berg mit durchlaufenden Nummern versehen. In der Talstation befinden sich nach diesem Prinzip die neuen Gleiswender 1, 2 und 3. Die Schiebeb�hnen in �msigen erhalten die Bezeichnungen Schiebeb�hne 4 und 5. Folglich kehren die ehemals mit Wender 1 und 3 bezeichneten Gleiswender als Gleiswender 6 und 7 aus der Revision zur�ck.
Ihre bestehende Bezeichnung beh�lt einzig die Schiebeb�hne Alpnachstad. Sie erh�lt keine Nummer, weil sie mit dem Ende der Saison f�r den Einsatz der neuen Fahrzeuge entfernt wird.

Freitag, 22. April 2022: Panoramaaufnahmen Triebwagen Nr. 41
Dank den Aufnahmen der Calag Carosserie Langenthal AG kann der neue Triebwagen nun virtuell erkundet werden:

Aufnahmen: Calag Carosserie Langenthal AG

F�r die Abteilung Kabinenbau von Calag ist der Bau der Wagenkasten f�r die steilste Zahnradbahn der Welt ein Prestigeprojekt. Ausserdem ist die Gr�sse des Auftrags eher ungewohnt. W�hrend auf Standseilbahnen in der Regel zwei Wagen im Pendelbetrieb zum Einsatz kommen, kann die Calag f�r die Pilatusbahn acht identische Wagenkasten liefern.
Im Moment ist die Pilatusbahn noch in der Winterpause. Mit den elektrischen Triebwagen kann die untere Streckenh�lfte bis zur Mittelstation �msigen befahren werden. In der oberen Streckenh�lfte l�uft die Schneer�umung mit dem dieselelektrischen Triebwagen.
Die Betriebsaufnahme ist auf den 26. Mai 2022 geplant. Ab wann und in welchem Umfang der Triebwagen Nr. 41 im planm�ssigen Personenverkehr eingesetzt wird, ist noch nicht klar.

Mittwoch, 6. April 2022: Die Strecke ist wieder erschlossen
Seit einiger Zeit ist die Oberleitung im Bereich Obsee und in der Talstation montiert. Entsprechend ist die Strecke nun wieder f�r alle Fahrzeuge aus dem Depot heraus zug�nglich. Wobei die obere Streckenh�lfte nat�rlich noch von viel Schnee bedeckt und nicht befahrbar ist.
Der neue Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 ist zu Testzwecken unterwegs.
In der Talstation wurden inzwischen die Perrontreppe und die R�ckwand mit Steinplatten verkleidet. Damit wird die Optik des urspr�nglichen Mauerwerks nachgeahmt.
Freitag, 18. M�rz 2022: Neuer Triebwagen in der Werkstatt
Der erste neue Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 ist momentan in der Werkstatt anzutreffen. Innerhalb der n�chsten Wochen werden kleinere konstruktive �nderungen vorgenommen. Ob sich damit die erhofften Verbesserungen einstellen, wird der weitere Testbetrieb zeigen.
Wie die bestehenden Fahrzeuge sind auch die neuen Triebwagen aus einem Untergestell und einem Wagenkasten aufgebaut. F�r die Wartung wird der Wagenkasten abgehoben, so dass an den beiden Teilen separat gearbeitet werden kann.
Die Besonderheit der Pilatusbahn ist ihre Steigung von bis zu 48 Prozent. Die Fahrgastabteile sind wie bei einer Standseilbahn geneigt und abgestuft. Darum hat der Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail die Konstruktion und Fertigung des Wagenkastens an die Calag Carrosserie Langenthal AG ausgelagert. Die Firma Calag ist unter anderem auf den Kabinenbau f�r Standseilbahnen spezialisiert.
Diese Arbeitsteilung wird am Pilatus nicht zum ersten Mal angewendet: Der im Jahr 1967 beschaffte Triebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 30 ist das Gemeinschaftswerk der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) und des Kabinenherstellers Gangloff. Beide Unternehmen gibt es heute nicht mehr. Die Zahnradbahnsparte der SLM wurde aber von der Stadler Bussnang AG �bernommen und ein Teil des Kabinenbaus von Gangloff ging zu Calag �ber. So sind heute im Prinzip doch wieder die selben traditionsreichen Schweizer Hersteller am Bau der neuen Fahrzeugen beteiligt.

Freitag, 11. M�rz 2022: Baustelle Alpnachstad
Mittlerweile sind die Gleise in Alpnachstad rund um den neuen Gleiswender verlegt.
Auch die neue �berdachung vor der Depoteinfahrt r�ckt voran.


Montag, 28. Februar 2022: Anlieferung Wender 3
Heute wurde die Kasette des dritten Gleiswenders angeliefert. Der Gleiswender ist baugleich zu den beiden im Vorjahr montierten Gleiswender. Auf der einen Seite befindet sich ein gerades und auf der anderen Seite ein abzweigendes Gleisst�ck.
Um die Platte an den Einbauort zu bringen, verf�gt sie �ber Rollen mit Kr�nzen zur Spurf�hrung. Mit einem Kran wird die Kasette angehoben und auf dem Hauptgleis abgesetzt.
Anschliessend wurde die Gleiswenderplatte entlang dem Gleis zum Standort Obsee gezogen. Mit einer Montagevorrichtung erfolgt der Einbau in die Gleiswendergrube.
Donnerstag, 24. Februar 2022: Talstation, Depot und Obsee
Die Baustellen in Alpnachstad r�cken voran. In der Talstation wurden die Tr�ger f�r das Dach �ber dem erweiterten Stationsbereich montiert.
Weiter oben befindet sich die neue Gleiswendergrube. N�chsten Montag wird der neue Gleiswender angeliefert. Dieser wird auf dem Hauptgleis abgestellt und nach oben gezogen. F�r den Einbau kommt anschliessend die Montagevorrichtung zum Einsatz, die bereits installiert wurde.
Eine dritte Baustelle befindet sich bei der Einfahrt ins Depot. Hier entsteht eine �berdachung �ber der Depotausfahrt. Jeden Morgen vor Betriebsbeginn werden hier die Triebwagen aufgereiht und vorbereitet. Die Fenster und der Abteilboden werden t�glich gereinigt. Einmal in der Woche wird zudem jedes Dach kontrolliert und geputzt. Die neuen Fahrzeuge verf�gen �ber grossfl�chige Dachfenster. Das macht die t�gliche Reinigung der D�cher notwendig. Damit das witterungsgesch�tzt passieren kann, baut man die neue �berdachung. Zudem vereinfacht eine neue Plattform die Reinigung, w�hrend heute noch die Leiter verwendet werden muss.
Mittwoch, 2. Februar 2022: Baustelle Alpnachstad
In Alpnachstad wird �ber den Winter an der Station und der Gleisanlage gearbeitet. Im Bereich der inzwischen verschwundenen Schiebeb�hne Obsee entsteht die Grube f�r den neuen Gleiswender. Das Abstellgleis wird zur�ckgebaut und das Werkstattgleis in einer neuen Kurve Richtung Gleiswender gef�hrt.
In der Talstation wird die Station erweitert. Mit der Neukonzeption wird eine Entflechtung zwischen Personen- und Warentransport angestrebt. Daf�r wird die Station zur Felswand hin erweitert. Hier k�nnen zuk�nftig Waren angeliefert und zwischen den Kursen mit einem Kran auf das neue G�terfahrzeug Bhe 2/2 Nr. 49 verladen werden. Der Umbau der Talstation kann aber erst im Winter 2022/23 abgeschlossen werden. Denn die Sommersaison 2022 wird noch zum gr�ssten Teil mit den bestehenden Triebwagen bestritten, weshalb die Schiebeb�hne Alpnachstad noch ben�tigt wird und die bergseitige Treppe noch nicht benutzt werden kann.
Montag, 3. Januar 2022: Arbeit in der Werkstatt
Seid heute sind die Weihnachtsferien zu Ende und in der Werkstatt der Zahnradbahn wird wieder gearbeitet. Im Depot bietet sich ein Bild, das es so nicht lange zu sehen gibt: Die Bhe 1/2 Nr. 21-30 stehen neben dem neuen Bhe 2/2 Nr. 41. W�hrend im Winter zuvor noch kein neues Fahrzeug vor Ort war, werden die meisten Bestandesfahrzeuge in einem Jahr durch sieben weitere Triebwagen des neuen Typs ersetzt.
Die Fahrzeuge im Depot
Die historischen Triebwagen Bhe 1/2 Nr. 21-28 (rot), der Triebwagen Bhe 1/2 Nr. 30 (goldig) und der neue Triebwagen Bhe 2/2 Nr. 41 im Depot der Pilatusbahn


2021

Mittwoch, 1. Dezember 2021: Abtransport der Schiebeb�hne
Die Schiebeb�hne am Diesel
Der Tr�ger der Schiebeb�hne Obsee wird Richtung Depot
abtransportiert (Foto: Rolf Fedier)

F�r die nicht mehr ben�tigte Schiebeb�hne Obsee ist eine Weiterverwendung vorgesehen. Sie soll die Schiebeb�hne im Depot ersetzen. Zwar wurde die Steuerung dieser Schiebeb�hne vor wenigen Jahren erneuert und der Motor ersetzt. Viele Komponenten sind aber noch in �lterem Zustand.
Die demontierten Teile wurden deshalb in das naheliegende Depot verschoben. Insbesondere f�r den Abtransport des Tr�gers, auf dem die Schienen und die Zahnstange montiert waren, musste man sich daf�r etwas einfallen lassen. So wurde der Tr�ger kurzerhand zum Vorstellwagen gemacht und mit dem dieselelektrischen Triebwagen PB Xhm 1/2 Nr. 32 ins Depot verschoben.
Die mechanischen Komponenten der Schiebeb�hne Obsee bleiben also in ihrer neuen Form als Depot-Schiebeb�hne erhalten. Diese Schiebeb�hne ist die einzige der "klassischen" Schiebeb�hnen (im Gegensatz zu den "Weichen" in �msigen), die erhalten bleibt. Die Schiebeb�hne in der Talstation wird Ende der n�chsten Saison wegfallen.

Montag, 29. November 2021: Vorbereitung Bauplatz Obsee
Um mit der Demontage der Schiebeb�hne Obsee beginenn zu k�nnen, musste am Montagmorgen erst einmal zur Schneeschaufel gegriffen werden. Nachdem der Schnee der vergangenen Nacht beseitig war, konnte mit der Demontage der ersten Elemente begonnen werden. Ausserdem hat die Baufirma den Bauplatz eingerichtet f�r die Arbeiten im Obsee w�hrend dem Winter.
Vorbereitung der Schiebeb�hne Obsee
Der Abbau der Schiebeb�hne Obsee beginnt im Schneegest�ber (Foto: Ueli Wallimann)

Freitag, 19. November 2021: Demontage Gleiswender 1 und 3
Die beiden Gleiswender bei der Bergstation Pilatus Kulm m�ssen �ber den Winter verst�rkt werden, um der zus�tzlichen Belastung mit der Einf�hrung des neuen, schwereren Rollmaterials standhalten zu k�nnen. Zum Gl�ck hat das Wetter mitgespielt und nach dem Saisonende der Zahnradbahn vom letzten Wochendende mit dem Wintereinbruch noch etwas zugewartet. So konnten die beiden Gleiswender ausgebaut und mit dem G�tertriebwagen PB Bhe 1/2 Nr. 31 nach Alpnachstad gebracht werden. Von dort aus wurden sie an eine externe Firma �berf�hrt.
Der Wender 1 wird angehoben und verladen
Mit einer eigens entwickelten Konstruktion wird der Wender 1 angehoben und auf den G�tertriebwagen geladen (Foto: Ruedi Michel)

Leere Grube des Wender 3
Ein Loch klafft dort, wo einmal der Wender 3 war. Dieser kehrt dann im Fr�hling wieder zur�ck. (Foto: Ruedi Michel)

Auch die langj�hrigen Mitarbeiter der Pilatusbahn k�nnen sich nicht daran erinnern, dass die Gleiswender seit dem Einbau im Jahr 1964 jemals ausgebaut und abtransportiert wurden. Einzig f�r gr�ssere Revisionen wurden sie an Ort und Stelle angehoben, um daran arbeiten zu k�nnen.
Obschon deshalb im Vorfeld eine gewisse Nervosit�t sp�rbar war, hat alles gut geklappt. Die reibungslose Demontage zeugt von der sorgf�ltigen Vorbereitung der Verantwortlichen und dem guten Zusammenspiel aller involvierten Mitarbeiter. Sie d�rfen sich zurecht auf die Schulter klopfen.

Sonntag, 14. November 2021: Letzer Betriebstag 2021
Heute war der letzte Betriebstag der Saison 2021. In den n�chsten Wochen nimmt daf�r das Projekt Nekonzeption wieder umso mehr Fahrt auf. Nachdem die letzten Aufr�umarbeiten entlang der Strecke und die Abtransporte des Christchindlim�rt �ber die B�hne gegangen sind, werden die beiden Gleiswender auf Pilatus Kulm demontiert und zur Verst�rkung ins Tal gebracht.
Auch im Bahnhof Alpnachstad wird weitergebaut. Mit dem Ende der 133. Saison hat die Schiebeb�hne Obsee ausgedient. Sie wird �ber den Winter durch einen neuen Gleiswender ersetzt. Der Betrieb nach dem bisherigen Konzept ist damit endg�ltig beendet. N�chstes Jahr bildet eine �bergangszeit, mit den neuen Gleiswendern, aber noch mit den alten Triebwagen und der bestehenden Schiebeb�hne Alpnachstad.
TW 28 auf Schiebeb�hne Banner zur Verabschiedung
Beim Versorgen wird zum letzten Mal die Schiebeb�hne genutzt Ein Banner zur Verabschiedung

Freitag, 5. November 2021: Fahrt mit ehemaligen Mitarbeitern
Die ehemaligen Mitarbeiter der PILATUS-BAHNEN AG waren anl�sslich des "Ehemaligen-Treffens" eingeladen, mit dem neuen Triebwagen nach Pilatus Kulm zu fahren. Um die 40 Personen liessen sich diese Gelegenheit nicht entgehen und so war der Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 auf der Bergfahrt als Zug 13a (Abfahrt 10:55 Uhr) gut besetzt.
In den Wochen zuvor durften bereits die Kadermitarbeiter den neuen Triebwagen erleben. Auch auf der Personalfahrt wurde das Fahrzeug eingesetzt, so dass die Mitarbeiter der Hotel und Gastronomie den neuen Wagen kennenlernten. Und nat�rlich hatten auch die Triebwagenf�hrer, die das Fahrzeug zuk�nftig bedienen, bereits das Vergn�gen.
Ansonsten ist es eher ruhig geworden um das neue Fahrzeug. Entgegen fr�herer Annahmen werden in diesem Jahr noch keine �ffentlichen Fahrten mit G�sten durchgef�hrt. Hinter der Kulissen finden aber weiterhin fleissig Versuchsfahrten statt, um Kinderkrankheiten auszumerzen und Erkenntnisse f�r die folgenden Fahrzeuge zu gewinnen. Der Bau der weiteren Fahrzeuge hat noch nicht begonnen, denn man m�chte Anpassungen ab dem zweiten Triebwagen bereits in der Fertigung umsetzen.
Der TW 41 verl�sst die Talstation
Gut besetzt verl�sst der Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 die Talstation Richtung Pilatus Kulm

Mittwoch, 8. September 2021: Bewilligung f�r Ert�chtigungsfahrten
Das Bundesamt f�r Verkehr (BAV) hat nach der erfolgreich abgeschlossenen technisch-betrieblichen Sicherheitspr�fung (siehe Eintrag vom 25. August 2021) die Betriebsbewilligung f�r Ert�chtigungsfahrten erteilt. Nun k�nnen Ausbildungsfahrten durchgef�hrt werden, um die ersten Triebwagenf�hrer auf dem neuen Fahrzeug auszubilden. Daneben sind weiterhin Testfahrten mit Stadler Rail geplant.
Der neue Triebwagen f�hrt in die Bergstation ein
Der Triebwagen Bhe 2/2 Nr. 41 f�hrt in die Bergstation ein

Der Triebwagen Bhe 2/2 Nr. 41 f�hrt talw�rts
Der Triebwagen Bhe 2/2 Nr. 41 f�hrt talw�rts

Mittwoch, 25. August 2021: Technisch-betriebliche Sicherheitspr�fung (TBS)
Die TBS stellt einen weiteren wichtigen Meilenstein der Inbetriebnahme des Triebwagen Nr. 41 dar. �ber den ganzen Tag standen verschiedene statische und dynamische Demonstrationen auf dem Programm, die dem Sicherheitsnachweis gegen�ber dem Bundesamt f�r Verkehr (BAV) dienen. Ein Experte des BAV wohnte den Pr�fungen bei, um die entsprechende Beurteilung vorzunehmen.
Der Triebwagen Bhe 2/2 Nr. 41 steht auf dem Putzplatz vor der Remise bereit
Der Triebwagen Bhe 2/2 Nr. 41 steht auf dem Putzplatz vor dem Depot bereit

Das Fahrzeug wurde mit Kanistern auf das maximale Gewicht von 16'400 kg beladen. In diesem Zustand wurden talw�rts im steilsten Abschnitt (48%) sowohl aus der maximalen Geschwindigkeit von 9,0 km/h wie auch aus �bergeschwindigkeit (9,6 km/h) Bremsungen durchgef�hrt. In den Abschnitten mit 39% oder weniger Steigung darf mit dem Fahrzeug bis 12 km/h talw�rts gefahren werden. Dementsprechend wurden auch Bremsungen mit Bremswegmessung in diesen Streckenabschnitten gemacht. Die Daten dieser Bremsversuche wurden erfasst und ausgewertet.
Kanister (Gewicht) im talseitigen F�hrerstand
F�r die Pr�fung der Bremsen wurde das Fahrzeug auf Bruttogewicht beladen (12'800 kg Leergewicht + 3'600 kg Zuladung)

Blick ins Fahrzeuginnere
Wie bei allen Testfahrten ist die rechte Sitzreihe ausgebaut. Dies erm�glicht das Hindurchsteigen durch den Wagen und vereinfacht den F�hrerstandswechsel. Dass die Sitze entfernt werden k�nnen, ist Teil des Evakuierungskonzepts. Weil an vielen Orten entlang der Strecke der seitliche Ausstieg nicht m�glich ist, wird stattdessen �ber die entfernbare Frontscheibe in ein anderes Fahrzeug evakuiert.

Eine weitere wichtige Funktion, die es nachzuweisen gilt, ist der R�ckrollschutz. Fr�her wurde bei Zahnradbahnen in der Regel eine Bremse als Klinkenbremse ausgef�hrt, so auch bei den bestehenden Triebwagen der Pilatusbahn. Diese Klinkebremse verf�gt �ber einen Freilauf und wirkt somit nur in eine Richtung, n�mlich talw�rts. Bei der Bergfahrt ist diese Bremse angezogen und dient damit als mechanischer R�ckrollschutz, wenn der Antrieb ausf�llt (z.B. wegen Ausfall der Fahrleitung). Da beim neuen Triebwagen beide Bremssysteme gleich ausgef�hrt sind und in beide Richtungen wirken, sind die Bremsen w�hrend der Bergfahrt vollst�ndig gel�st. F�llt die Spannung in der Fahrleitung aus, wird der Antrieb kurzzeitig mittels Kondensatoren gespiesen und aufrecht erhalten. In der Zwischenzeit schliessen die mechanischen Bremsen und der Wagen bleibt stehen, ohne Zur�ckzurollen.
Im weiteren wurden die T�rfunktionen vorgef�hrt und die Fahzeugbedienung �berpr�ft. In der Werkstatt wurde der Triebwagen von aussen besichtigt. Obwohl der offizielle Bescheid noch aussteht, darf von einem erfolgreichen Tag ausgegangen werden.

Dienstag, 10. August 2021: Montage des Liftturms auf Pilatus Kulm
Mit einem Helikopter wurden die einzelnen Elemente des neuen Liftturms nach Pilatus Kulm geflogen und unmittelbar montiert. Dies geschah w�hrend dem laufenden Betrieb der Zahnradbahn. Die Montage konnte bei idealem Wetter wie geplant durchgef�hrt werden und ging dank allen Beteiligten reibungslos �ber die B�hne.
Foto von der Liftmontage Foto von der Liftmontage
Der Liftturm wird Element f�r Element aufgebaut


Ein weiteres Element kommt angeflogen
(Fotos: Simon Hurschler)

Mittwoch, 4. August 2021: Funkkabelmontage Fleimentunnel
Im Rahmen der Neukonzeption wird entlang der Strecke die Funkabdeckung verbessert. Dazu wurden bereits in den beiden Spychertunnel (in der unteren Streckenh�lfte) Funkkabel montiert. In drei Nachschichten geschah dies nun auch im Fleimentunnel (letzter Tunnel bergw�rts).
Der TW 32 mit montiertem Korb in der Talstation
Das Dienstfahrzeug steht in der Talstation bereit

Zum Einsatz kam das dieselelektrische Dienstfahrzeug Xhm 1/2 Nr. 32, da der entsprechende Fahrleitungsabschnitt f�r die Montage des Kabels ausgeschaltet und geerdet werden musste. Ausserdem stellte der am Mehrzweckger�t montierte Korb eine ideale Arbeitsplattform f�r die Monteure dar.
Foto von der Kabelmontage Foto von der Kabelmontage
Der Korb dient als Arbeitsplattform


Gearbeitet wurde �ber die Nacht
(Fotos: Simon Hurschler)

In den N�chten vom 2. bis 4. August 2021 wurde so das neue Kabel eingezogen. Es dient dem Sprechfunk, mit dem Triebwagenf�hrer untereinander und mit den Fahrdienstleitern kommunizieren k�nnen. Die neuen Fahrzeuge erm�glichen ausserdem, dass sich neben dem Wagenf�hrer auch der Fahrdienstleiter �ber die Lautsprecher im Wagen direkt an die Fahrg�ste wenden kann.

Montag, 26. Juli 2021: Lastfahrten nach Betriebsschluss
Nach Betriebsschluss werden mehrere Fahrten durchgef�hrt. Das Fahrzeug ist mit Gewicht beladen, so dass der Triebwagen mit der maximalen Last verkehrt. Unter anderem geht es darum, die effektive Fahrzeit festzustellen.
Der TW 41 wird mit der Schiebeb�hne Obsee verschoben
Der Triebwagen wird mit der Schiebeb�hne Obsee auf das Hauptgleis verschoben

Donnerstag, 22. Juli 2021: Der Schreitbagger zieht wieder ab
Neben der Beschaffung von neuem Rollmaterial sind auch Infrastrukturanpassungen Bestandteil der Neukonzeption. So wird �ber den Sommer bei der Bergstation ein neuer Lift gebaut, der vom untersten Abteil einer Doppelkomposition nach oben und �ber eine Passerelle ebenerdig zum Eingang der Bergstation f�hrt.
Aufgrund der Steigung verf�gt die Pilatusbahn �ber Perrontreppen und somit �ber keinen direkten Hindernisfreien Zugang zu den Fahrzeugen. Bei Bedarf kann man die Fahrzeuge entsprechend rangieren, so dass ein Abteil f�r Rollstuhlfahrer ebenerdig zug�nglich ist.
Mit den neuen Fahrzeugen liegt das unterste Abteil in der Talstation jeweils auf dem Niveau des Stationsbodens. In der Bergstation wird nun auf der H�he des untersten Abteils ebenfalls eine waagrechte Plattform gebaut, die dann �ber den Lift mit dem Ein- und Ausgang der Bergstation verbunden ist.
F�r das Ausheben der Grube f�r den Liftschacht und das Einbringen von Verankerungen kam ein Schreitbagger zum Einsatz. Dieser ist selbstst�ndig bis zur Bergstation hochgefahren, weil er f�r den Transport mit der Bahn zu schwer ist.
Der Schreitbagger steht vor der Bergstation
Der Bagger steht zwischen den Gleisen 3 und 4 der Bergstation.

Die Arbeiten fanden gr�sstenteils w�hrend dem Betrieb der Zahnradbahn statt und haben somit alle Beteiligten speziell herausgefordert. Damit der Bagger ausschwenken konnte, musste zwischen den Kursen jeweils der Fahrleitungsabschnitt geerdert werden.
Der Schreitbagger steht vor der Bergstation
Die Arbeiten am neuen Lift finden w�hrend dem laufenden Betrieb statt.

Nun hat der Bagger seine Aufgabe erledigt und ist wieder abgezogen. Mit der Montage der Liftelemente steht bereits die n�chste Herausforderung an, die parallel zum laufenden Betrieb zu meistern ist.
Der Bagger �berschreitet das Gleis
Der Bagger �berschreitet das Gleis und macht sich auf den R�ckweg.

Donnerstag, 15. Juli 2021: Profilfahrt bis nach Pilatus Kulm
Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Der Triebwagen Nr. 41 konnte bis nach Pilatus Kulm und in die Gleise 3 und 4 der Bergstation einfahren.
Foto vom Triebwagen oberhalb Schiebeb�hne Obsee
Nach Betriebsschluss bricht der Triebwagen Nr. 41 nach Pilatus Kulm auf

TW 41 bei der Einfahrt TW 41 im Gleis 3
Der Triebwagen Nr. 41 f�hrt in die Bergstation ein
(Foto: Simon Hurschler)
Der neue Triebwagen zum ersten Mal im Gleis 3
(Foto: Simon Hurschler)

Dienstag, 6. Juli 2021: Testfahrten mit Bremsversuchen
Unter der Woche finden jeweils zwischen den Kursen Versuchsfahrten statt. In diesen Tagen stehen insbesondere Bremsproben mit Bruttoladung auf dem Programm. Diese werden etwas oberhalb der Talstation durchgef�hrt, wo die maximale Steigung von 48% vorliegt. Nachdem alle Triebwagen des Kurszuges den Bahnhof verlassen haben, begibt sich der neue Triebwagen auf die Strecke. Bevor der n�chste Zug talsw�rts eintrifft, verbleiben ungef�hr 25 Minuten f�r Bremsproben und andere Versuche.
Foto vom Triebwagen oberhalb Obsee
In diesem Abschnitt betr�gt die Steigung 48%. Der Triebwagen f�hrt bergw�rts mit 15 km/h.

F�r Triebfahrzeuge von Zahnradbahnen sind eine Beharrungs- und zwei unabh�ngige Anhaltebremsen vorgeschrieben. Als Beharrungsbremse dient beim Triebwagen Nr. 41 die Rekuperations- oder Widerstandsbremse. Die gewonnene elektrische Energie wird in das Fahrleitungsnetz zur�ckgespiesen. Wenn kein Verbraucher vorhanden ist, kommen elektrische Widerst�nde zum Einsatz. Die Beharrungsbremse h�lt den Triebwagen bei der Talfahrt bei einer konstanten Geschwindigkeit.
Die beiden Anhaltebremsen m�ssen jeweils f�r sich alleine in der Lage sein, den Triebwagen mit maximaler Zuladung im steilsten Abschnitt aus der zul�ssigen H�chstgeschwindigkeit zum Stillstand zu bringen. Daf�r kommen die beiden mechanischen Getriebebremsen zum Einsatz.
Foto vom Triebwagen oberhalb Obsee bei der Talfahrt
Talw�rts darf im steilsten Abschnitt wie bisher mit maximal 9 km/h gefahren werden.

Foto vom Triebwagen oberhalb Obsee bei der Talfahrt
Der Stromabnehmer ist auch bei der Talfahrt angehoben. Die Bremsenergie wird in das Netz zur�ckgespiesen, solange ein Verbraucher (Triebwagen auf der Bergfahrt) vorhanden ist.

Sonntag, 27. Juni 2021: Triebwagen Nr. 41 ist in der Werkstatt abgestellt
W�hrend unter der Woche fleissig Testfahrten stattfinden, verbringt der neue Triebwagen das Wochenende jeweils im Depot. Zum ersten Mal durfte er dieses Mal die Werkstatt kennenlernen.
Foto vom neuen Triebwagen in der Werkstatt
Der neue Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 verbringt das Wochenende in der Werkstatt

In der Werkstatt werden Wartungsarbeiten und die Revision der Triebwagen vorgenommen. F�r das neue Rollmaterial wurde die Grube unter dem Werkstattgleis vergr�ssert. Bisher wurde nur auf der Talseite eine Grube ben�tigt, n�mlich zur Wartung am Antriebsgetriebe. Die neuen Triebwagen verf�gen aber �ber Antriebe an allen vier Zahnr�dern (also beiden "Achsen") und im gesamten Unterboden ist sehr viel Technik untergebracht. Deshalb muss er auf die gesamten L�nge von unten her zug�nglich sein.
Foto der Grube
Die vergr�ssterte Grube vor der Montage der neuen Gleise

Donnerstag, 17. Juni 2021: Profilfahrt (fast) bis nach Pilatus Kulm
Nach Betriebsschluss wollte man das neue Triebfahrzeug zum ersten Mal bis nach Pilatus Kulm f�hren. Bei dieser Profilfahrt ging es darum, zu �berpr�fen, ob das neue Fahrzeug die gesamte Strecke wie geplant befahren kann, ohne dass Teile davon anstehen oder die n�tigen Abst�nde unterschritten werden. Am Vortag wurde ein weiteres Mal mit dem dieselelektrischen Dienstfahrzeug (PB Xhm 1/2 Nr. 32) die ganze Strecke abgefahren. Mit einem daf�r konstruierten Vorstellwagen, auf dem das Lichtraumprofil des neuen Triebwagens abgebildet ist, hat man die Strecke nochmals �berpr�ft.
Danach galt es ernst. Der neue Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 fuhr zum ersten Mal die Strecke ab.
Der neue Triebwagen in der Mittelstation
Der neue Triebwagen trifft in der Mittelstation �msigen ein. Die Metalltreppe in der Mitte musste f�r die �bergangszeit an diversen Stellen angepasst werden. Mit Inbetriebnahme aller neuen Fahrzeuge im Jahr 2023 wird die Treppe entfallen, weil man ab diesem Zeitpunkt neue Aussenperrons nutzen kann. Die neuen Fahrzeuge verf�gen �ber T�ren auf beiden Seiten - anders als ihre Vorg�nger.

Der neue Triebwagen f�hrt nach der Mittelstation weiter
In der Mittelstation werden beide Gleise abgefahren und kontrolliert, bevor die zweite Streckenh�lfte in Angriff genommen wird.

Der neue Triebwagen konnte bis kurz vor die Bergstation fahren. Beim Wender 1, dem in Fahrtrichtung ersten Gleiswender nach der Einfahrt in den Bahnhof Pilatus Kulm, war allerdings Schluss. Offenbar m�ssen noch gewisse Anpassungen vorgenommen werden.
Dies ist keine grosse �berraschung. Das neue Triebfahrzeug ist seit 80 Jahren der erste elektrische Triebwagen der f�r das System Locher neu entwickelt wird. Alle vorherigen Fahrzeuge wurden im Jahr 1937 konstruiert bzw. sp�ter mit kleineren Anpassungen nachgebaut. Es handelt sich beim Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 also um einen Prototypen. Im Rahmen der Inbetriebssetzung wird festgestellt, welche �nderungen an den folgenden Fahrzeugen noch vorzunehmen sind.

Montag, 14. Juni 2021: Fahrt in die Talstation
Zum ersten Mal ist der neue Triebwagen heute auf dem Hauptgleis in die Talstation eingefahren. Die bestehende Perrontreppe ist denkmalgesch�tzt und verbleibt im bestehenden Zustand. Allerdings mussten in der oberen H�lfte einige Zentimeter weggeschnitten werden, damit der Wagen einfahren kann. Der neue Triebwagen ist zwar nicht breiter, aber er hat die Achsen anders verteilt als seine Vorg�nger und schwenkt darum in den Kurven eher auf der talseite aus.
Foto vom Triebwagen in der Station Foto vom Triebwagen in der Station
Das neue Fahrzeug steht in der Talstation

Alt trifft auf Neu

Ab 2023 steht ein umfassendes Zugs�berwachungssystem zur Verf�gung, welches unter anderem das automatische punktgenaue Anhalten in den Stationen erm�glicht. Bis dahin muss der Triebwagenf�hrer manuell am richtigen Ort anhalten. Dies ist sowohl f�r das ebenerdige Aussteigen, wie auch f�r das Verschieben mit den Schiebeb�hnen relevant. Deswegen wird die Position mit Klebeband markiert, um den Wagenf�hrer als �bergangsl�sung einen Anhaltspunkt zu geben.
Die Position wird markiert
Die Anhalteposition wird markiert

Der neue Triebwagen stiess in der Talstation auf reges Interesse bei den anwesenden Triebwagenf�hrern. Zum ersten Mal konnte man einen Blick in den F�hrerstand werfen.
Blick in den F�hrerstand
Blick in den neuen F�hrerstand

Der neue F�hrerstand befindet sich im untersten Abteil. Sechs Fahrg�ste sitzen neben dem Triebwagenf�hrer in diesem Abteil. Der Platz f�r den Wagenf�hrer kann auch zur�ckgebaut werden, so dass wie in allen anderen Abteilen acht Passagiere darin Platz finden.
Der Wagen f�hrt wieder ins Depot
Der Triebwagen kehrt wieder ins Depot zur�ck

Donnerstag, 10. Juni 2021: Testfahrten auf der Strecke
Zwischen den Kursen wagt man sich mittlerweile auf die Strecke oberhalb der Talstation. Es wurde bereits ein erstes Mal im steilsten Abschnitt (48%) mit 15 km/h bergw�rts gefahren. Das heutige Rollmaterial darf eine Motrendrehzahl von 2600 U/min nicht �berschreiten, was 12 km/h entspricht. Allerdings erreichen die Triebwagen diese Geschwindigkeit in den steilen Abschnitten nicht. Es handelt sich also um eine f�r die Pilatusbahn bisher ungekannt hohe Geschwindigkeit.
Foto vom neuen Triebwagen auf der Strecke
Der Triebwagen PB Bhe 2/2 Nr. 41 kehrt von der Versuchfahrt zur�ck

Mittwoch, 9. Juni 2021: Erste Testfahrten �ber Abstellgleis
Nachdem am Vortag mit dem neuen TW 41 im flachen Depotareal rangiert wurde, wagte man sich heute Nachmittag erstmals auf das Abstellgleis.
Foto vom neuen Triebwagen
Der Triebwagen Nr. 41 auf Versuchfahrt �ber das Abstellgleis

Montag, 7. Juni 2021: Der Triebwagen Bhe 2/2 Nr. 41 trifft ein
Der erste von insgesamt acht neuen Personentriebwagen ist in Alpnachstad eingetroffen. Der Wagen wird ins Depot bef�rdert und in den kommenden Wochen auf Herz und Nieren gepr�ft. Weil die Pilatusbahn das einzigartige Locher-Zahnradsystem verwendet, m�ssen die Versuchfahrten vor Ort stattfinden. Dies geschieht jeweils nachts, um den Betrieb nicht zu st�ren.
Foto vom neuen Triebwagen
Der Triebwagen Nr. 41 vor der Talstation in Alpnachstad (Foto: Ueli Wallimann)

Man hat entschieden, die Nummerierung nochmals anzupassen. Die Personentriebwagen tragen die Nr. 41 bis 48 und der G�tertriebwagen erh�lt die Nr. 49. Die Triebfahrzeuge werden also in der Reihenfolge der Anlieferung nummeriert. Urspr�nglich war das G�terfahrzeug als erster Wagen geplant und deshalb die Nr. 41 f�r diesen vorgesehen.

Dienstag, 11. Mai 2021: Der Baukran zieht um
Der Baukran wurde St�ck f�r St�ck abgebaut und an einer h�her gelegenen Stelle wieder aufgestellt. Dazu waren zwei Pneukran im Einsatz. Der kleinere Pneukran hat den grossen Pneukran zusammengebaut. Mit dem grossen Pneukran konnte wiederum der Baukran an die neue Stelle gez�gelt werden.
W�hrend dem Sommer ruht die Baustelle in Alpnachstad. Im n�chsten Winter wird dann die Schiebeb�hne Obsee durch einen neuen Gleiswender ersetzt. Der Baukran ist nun f�r diese Arbeiten platziert und verbleibt den Sommer �ber in der neuen Position.
�bersicht der Situation
Der Baukran wird St�ck f�r St�ck von der tieferen zur h�hergelegenen Position versetzt.

Foto vom Versetzen des Auslegers
Nahaufnahme vom Versetzen des Auslegers
Zum Schluss wird der Ausleger, der w�hrend dem Umsetzen der Elemente zwischengelagert wurde, wieder aufgesetzt.

Im Moment wird alles f�r die Betriebsaufnahme der Zahnradbahn in die Wege geleitet. An den neugebauten Abschnitten werden letzte Arbeiten ausgef�hrt, so dass die Baustelle w�hrend dem Sommer pausieren kann. Gleichzeitig bereiten die Mitarbeiter der Zahnradbahn die Wagen, die Strecke und die Stationen f�r den Betrieb vor. Schlussendlich haben die Triebwagenf�hrer mit Saisonanstellung ihre Schulungen absolviert und freuen sich auf den Start in die Sommersaison.
Die Schneer�umung r�ckt gut voran. Zwar kann der Betrieb an Auffahrt noch nicht aufgenommen werden, aber die Verantwortlichen sind optimistisch, dass am Pfingstwochenende (ab 22. Mai 2021) der Startschuss zur neuen Saison erfolgen kann.
Foto von Arbeiten auf dem TW31
Der Triebwagen Ohe 1/2 Nr. 31 kommt bei geerdeter Fahrleitung als mobile Leiter zum Einsatz. Auf der linken Seite ist die neue Perrontreppe zu sehen. Diese verbleibt noch bis zur definitiven Betriebsumstellung im Rohbau.

Freitag, 30. April 2021: Erste Fahrt �ber Gleiswender
Zum ersten Mal wurde der Gleiswender mit einem Fahrzeug befahren. Weil die Fahrleitung noch nicht installiert ist, kam daf�r nur das dieselelektrische Fahrzeug in Frage.
�bersicht der Situation
Die beiden neuen Gleiswender sind eingebaut und verbleiben vorerst in gerader Position.

Blick auf den Diesel
Mit dem dieselelektrischen Dienstfahrzeug Xhm 1/2 Nr. 32 wird der Gleiswender zum ersten Mal befahren.

Die beiden neuen Gleiswender kommen in der Saison 2021 noch nicht zum Einsatz. Sie verbleiben vorerst dauerhaft in der geraden Stellung, so das wie bis anhin das Hauptgleis und das Abstellgleis zur Verf�gung steht und der Gleiswechsel �ber die beiden Schiebeb�hnen in der Talstation und im Obsee erfolgt. Auch die Fahrleitung wird wieder wie zuvor montiert.
Im n�chsten Winter wird im Obsee ein weiterer Gleiswender installiert, so dass die gesamte Gleisanlage f�r den neuen Betrieb umgebaut ist.

Freitag, 9. April 2021: Montage der Gleiswender
Die neuen Gleiswender sind in Position. Mit einem Pneukran wurden sie angehoben und auf dem Hauptgleis abgestellt. So konnten sie entlang dem Gleis nach oben gezogen und in die Grube gehoben werden.
Foto vom Anheben Foto nach dem Einbau
Die Gleiswender wiegen je 16 Tonnen und werden mit einem Pneukran angehoben
(Fotos: Ueli Wallimann)


Die eingebauten Gleiswender befinden sich hier in der "S"-Stellung. Diese f�hrt vom Gleis 12 (links) auf das Gleis 21 (Streckengleis, rechts), w�hrend die gerade Stellung (links) ab 2023 in einem Stumpengleis enden wird.

W�hrend die Schienen bereits montiert sind, fehlt noch die Zahnstange. Bei der Schiene, die in der Mitte der Gleise zu sehen ist, handelt es sich um die sogenannte Vautrinschiene. Auf dieser wird die Locherzahnstange befestigt. Die Spurkr�nze der beiden Zahnr�der f�hren den Wagen an dieser Vautrinschiene
Freitag, 2. April 2021: Gleisenwendergruben sind vorbereitet
Die beiden grossen Gruben f�r die neuen Gleiswender sind betoniert. In der kommenden Woche werden die Gleiswender angeliefert und eingebaut.
Blick auf die Gleiswendergrube
In dieser Grube wird ein Gleiswender eingebaut.

Blick auf die Einbaustelle
Die Grube befindet sich an der Stelle, an der der gr�ne Tr�ger zu sehen ist. Mit dieser Vorrichtung werden die Gleischwender in die Grube gehoben.

Gleiswender sind speziell f�r die Pilatusbahn entwickelte Weichen. Da das Lochersystem keine konventionellen Eisenbahnweichen zul�sst, kommen verschiedene Alternativen zum Einsatz. Urspr�nglich gab es �berall Schiebeb�hnen. Davon sind heute noch zwei verschiedene Typen vorhanden. In der Talstation, im Obsee und im Depot sind Schiebeb�hnen verbaut, mit denen Fahrzeuge zwischen den Gleisen verschoben werden. In der Mittelstation hingegen befinden sich zwei Kurvenst�cke auf der Schiebeb�hne, die jeweils auf ein anderes Gleis abzweigen. Statt dem Fahrzeug wird die Schiene verschoben.
Blick auf die Schiebeb�hne Obsee Blick auf die Schiebeb�hne �msigen
Die Schiebeb�hne Obsee verbindet das Streckengleis (Hauptgleis) mit dem Abstellgleis und dem Werkstattgleis

Die Schiebeb�hne in der Mittelstation �msigen �hnelt schon eher einen konventionellen Weiche

Bei der Bergstation wurde in den 1960er Jahren die Schiebeb�hne durch zwei von der Firma von Roll entwickelte Gleiswender ersetzt. Vom Prinzp her �hneln sie den Schiebeb�hnen in der Mittelstation, mit dem Unterschied, dass sich die Kurvenst�cke auf zwei Seiten einer Platte befinden, die horizontal gewendet wird. Die Bergstation wurde damals nach einem Brand neu gebaut und der Einsatz der Gleiswender erm�glichte eine Station mit mehreren Gleisen. Die aufw�ndigen Rangierbwegungen, mit denen leere Fahrzeuge jeweils auf ein Abstellgleis gebracht wurden um Platz f�r die n�chsten Wagen zu schaffen, sind seither nicht mehr n�tig.
Blick auf den unteren Gleiswender Der Gleiswender wird gedreht
In der Bergstation Pilatus-Kulm kommen seit den 1960er Gleiswender zum Einsatz

Statt geschoben wird gewendet - wie der Name verr�t

Mit der Neukonzeption wird das gleiche Prinzip nun auch in der Talstation umgesetzt. Allerdings weisen die neuen Gleiswender einige Unterschiede zu ihren Vorg�ngern in der Bergstation auf. Statt zwei Kurvenst�cke werden sie n�mlich jeweils eine Gerade und eine Kurve aufweisen. Aus diesem Grund sind die auch einiges gr�sser. Die Gleiswender werden von der Ferdinand Steck Maschinenfarbik AG, Bowil, gefertigt. Die Firma hat auch die neuen Zahnstangen gefr�st.

Donnerstag, 18. M�rz 2021: Arbeiten schreiten voran
Auf der Baustelle in Alpnachstad wird fleissig gearbeitet. Das Gleisbett des Abstellgleises wurde fertiggestellt und es konnten neue Schienen und Zahnstangen montiert werden. Nun ist man daran, die beiden Gruben f�r die neuen Gleiswender zu betonieren.
Blick auf die Baustelle
Es wird an den grossen Gruben f�r die Gleiswender gearbeitet

Das Abstellgleis ist fertiggestellt
So sieht das fertige Gleis aus. Auf dem betonierten Gleisbett sind die neuen Schienen und Zahnstangen befestigt.

Wann die neue Saison gestartet werden kann, h�ngt dieses Jahr nicht (nur) vom Schneebruch ab, sondern insbesondere davon, wann die Gleisanlagen f�r den Betrieb bereit stehen.

Dienstag, 2. Februar 2021: Pr�sentation eines Modells der neuen Triebwagen
Die PILATUS-BAHNEN AG haben das Geheimnis gel�ftet und das Aussehen der neuen Fahrzeuge anhand eines Modells im Massstab 1:10 der �ffentlichkeit pr�sentiert:
Modell des Fahrzeuges in 1:10
Modell der neuen Triebwagen im Massstab 1:10 (Foto: PILATUS-BAHNEN AG)

Das erste Fahrzeug wird voraussichtlich im Mai 2021 in Alpnachstad eintreffen und auf die Gleise gebracht. Danach stehen Versuchsfahrten auf dem Programm, die aufgrund der Einzigartigkeit des Zahnradssystems nur vor Ort durchgef�hrt werden k�nnen. Die Hoffnung ist, dass das erste Fahrzeug bereits im Herbst 2021 die Genehmigung zur Personenbef�rderung erh�lt und im Betrieb eingesetzt werden kann.
Modell des Fahrzeuges in 1:10
Foto: PILATUS-BAHNEN AG

Die Fahrzeuge werden die Bezeichnung Bhe 2/2 und die Nummern 41 bis 49 erhalten, wobei die Nr. 41 dem erst zuletzt gelieferten G�terfahrzeug vorbehalten ist. Das erste eintreffende Fahrzeug wird demnach als Bhe 2/2 Nr. 42 gef�hrt.
Damit wird die bisherige Nummerierung der Fahrzeuge bei der Pilatusbahn fortgef�hrt. Begonnen hat alles mit den Dampftriebwagen Bhd 1/2 Nr. 1 bis 11, die zwischen 1886 und 1909 in Dienst gestellt wurden. F�r die im Jahr 1937 eingef�hrten elektrischen Triebwagen ist man mit dem n�chsten Zehnerblock weitergefahren, so dass die Nummerierung mit der Zahl 21 fortgesetzt wurde. Heute sind die Triebwagen Bhe 1/2 Nr. 21 bis 30 (Personenwagen), Ohe 1/2 Nr. 31 (G�tertriebwagen) und Xhm 1/2 Nr. 32 (Dieselelektrisches Dienstfahrzeug) im Einsatz. Entsprechend wird f�r die Nummerierung der neuen Generation der n�chsten freie Zehnerblock (ab Nr. 41) benutzt.
Ab 2023 wird der Betrieb mit den neuen Fahrzeuge Bhe 2/2 Nr. 42 bis 49 abgewickelt. Im Dienst verbleiben das dieselelektrische Fahrzeug (Xhm 1/2 Nr. 32) sowie zwei der bestehenden Personentriebwagen, wobei noch nicht klar ist, welche das sein werden.
Die Bezeichnung Bhe 2/2 der neuen Fahrzeuge l�sst erkennen, dass bei diesen Triebwagen beide "Achsen" angetrieben sind. Wobei bei der Pilatusbahn damit nat�rlich nicht die Radachsen gemeint sind, sondern die jeweiligen Zahnradpaare. Je ein Drehstrommotor wird die beiden Zahnr�der jeder "Achse" antreiben.
Im Gegensatz zu den heutigen Fahrzeugen gibt es demnach keine Unterscheidung mehr zwischen Antriebs- und Bremszahnr�der. Alle Zahnr�der sind in der gleichen Art und Weise angetrieben und gebremst. Gem�ss meinen Informationen wird im Betrieb jedoch jeweils eine Bremse als Betriebsbremse und eine als Sicherheitsbremse definiert sein. Dies kann auch periodisch gewechselt werden, um einen gleichm�ssigen Verschleiss zu erzielen.
Eine Besonderheit der neuen Fahrzeuge ist sicherlich der Verzicht auf einen klassischen F�hrerstand. Alle sechs Abteile bieten jeweils acht Sitzp�tze. Das unterste Abteil ist etwas gr�sser ausgestaltet, damit dort Fahrg�ste im Rollstuhl oder Paletten Platz finden. Ausserdem k�nnen bei den beiden vordersten Abteilen zwei frontseitige Sitze in einen Bedienplatz umgewandelt werden: Ein Stuhl wird entfernt, der andere umgekehrt als Sitzplatz f�r den Wagenf�hrer. Bildschirme f�r betriebliche Anzeigen, die T�r�ffnung und den Zugriff auf die im Fahrzeug verbauten Kameras sind an der Seite angebracht. Die Bedienelemente befinden sich unter dem Sitz und werden beim Umr�sten hervorgeholt. Schlussendlich finden im umger�steten "F�hrerstand" neben dem Wagenf�hrer auch sechs Fahrg�ste Platz.

Freitag, 22. Januar 2021: Felsabtragung und Aushub beendet
Der Felsabtrag f�r das neue Perron und die Aushubarbeiten f�r die Gleiswender sind abgeschlossen. Nun wird mit dem Betonieren begonnen. So wird in den n�chsten Wochen das abgetragene Trasse des Gleis 2 wieder entstehen. Dieses wurde abgetragen, um es an das Niveau des Gleis 1 anzupassen. Ausserdem werden die Gruben f�r die Gleiswender (Weichen) und das neue Perron betoniert. Im Fr�hling m�ssen die Gleisanlagen wieder f�r den Betrieb bereit sein.
�bersicht der Baustelle
�berblick �ber die Baustelle: Teile des Felsen wurden abgetragen und die Grube f�r die Gleiswender ausgehoben.

Baustelle bereit zum Betonieren
Als n�chstes wird das Trasse des Gleis 2 wieder betoniert.

2020

Mittwoch, 18. November 2020: Aufbau des Baukrans
Mit zwei Pneukr�nen wurde am morgen fr�h damit begonnen, den Baukran f�r die Umbauarbeiten an der Talstation zu errichten. In den kommenden Wintermonaten, w�hrend sich die Zahnradbahn in der Winterpause befindet, wird der Fels abgetragen um Platz zu schaffen f�r das neue bergseitige Perron. Ausserdem werden die beiden neuen Gleiswender eingebaut. Diese sind dann allerdings in der kommenden Saison 2021 noch nicht in Gebrauch.
Der Baukran steht
Der Baukran steht zwischen der Talstation und dem Depot

Der Baukran von Obsee aus gesehen
Blick von der Schiebeb�hne Obsee auf den Baukran

Der Baukran vom Depot aus gesehen
Der Baukran vom Depot aus gesehen

Meine pers�nliche Meinung

Ich begr�sse das Bekenntnis der PILATUS-BAHNEN AG zur Zahnradbahn, das mit dieser Investition zweifellos erbracht wird. Aus meiner Sicht verschwinden jedoch mit der Neukonzeption einige einzigartige Elemente aus dem Betrieb, denen ich nachtrauern werde.
Zweifellos muss hier an erster Stelle das historische Rollmaterial genannt werden. Die Fahrzeuge sind das Ergebnis Schweizer Ingenieurskunst und strahlen eine zeitlose Eleganz aus. Die gepolsterten Sitzb�nke oder die Fensterheber zum Kurbeln werden wom�glich dem einen oder anderen Fahrgast fehlen. Mich fasziniert als Triebwagenf�hrer insbesondere die elektrisch-mechanische Steuerung der Wagen. Es macht die Arbeit interessant und tr�gt zum Berufsstolz bei. Im Gegensatz dazu werden die Wagenf�hrer mit dem neuen Rollmaterial - �berspitzt gesagt - vom Lokf�hrer zum Mitfahrer degradiert.
Gegen neues Rollmaterial ist grunds�tzlich nichts einzuwerfen. Mit dem neuen Betriebskonzept mit Halbstundentakt, Wegfall der Schiebeb�hnen und dem Verkehr in Doppeltraktion fallen f�r mich jedoch wesentliche Charakteristika der Pilatus-Zahnradbahn weg. Zugverb�nde mit bis zu sechs Wagen sieht man sonst bei keiner Bahn, ebenso wenig den Einsatz von Schiebeb�hnen beim Fahrgastwechsel. Anders als heute, wo man als Wagenf�hrer alle "seine" G�ste durch den Fahrgastraum sieht und h�rt, wird man durch die Doppeltraktion von einem Teil der Fahrg�ste "abgeschnitten" sein. Dies, sowie die ferngesteuerten T�ren, tragen dazu bei, dass der Kontakt mit den G�sten gr�sstenteils nicht mehr so pers�nlich sein wird wie bisher.
Ich h�tte mir gew�nscht, dass neue Fahrzeuge als einzelne Fahrzeuge beschafft werden als Erg�nzung bzw. Teilersatz des bestehenden Rollmaterials. Bei geringem Andrang w�rden die modernen Fahrzeuge ausreichen und die historischen Wagen w�ren entlastet. Bei sch�nem Wetter k�me man nach wie vor in den Genuss der alten Triebwagen, weil dann alle Fahrzeuge im Einsatz stehen. Diese Chance hat man mit dem vorliegenden Projekt leider verpasst.
Es bleibt zu hoffen, dass die historischen Triebwagen auch in Zukunft in Schuss gehalten und regelm�ssig f�r Fahrten ausserhalb des Fahrplans eingesetzt werden.

©2020-2024: Severin Wallimann

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